Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 9-10 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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150 lich seine Ueberzeugung dahin aus, daß diese Ketten nur mit dem Schwerte des Geistes, dem Worte Gottes, zerbrochen werden können, und beide Theile nur dadurch zu der Freiheit gelangen, womit Christus die Seinen frei macht. Hierauf weist er nach, wie zur Evangelisation Irlands und der Katholiken überhaupt, und zur Evangelisation der Juden besondere Gesellschaften nöthig sind. Diese Nothwendigkeit liegt in der Verschiedenheit des Charakters, der Sprache, der ganzen Eigenthümlichkeit und der Geschichte der verschiedenen Völker und Religionen. Dies führt ihn dann auf die frühere Herrlichkeit Israels, auf den gegenwärtigen Zustand und endlich auf die Zukunft dieses Volks, die nach dem Worte Gottes noch eine herrliche sein wird. Nachdem der Herr Bischof seine Rede beendigt hatte, wurde der Antrag von der Versammlung genehmigt. Nun trat Herr vr. M'Caul auf, der lang bewährte Freund Israels und der Mission unter den Juden. Er begann: My Lord und christliche Freunde, vor wenigen Tagen hatten wir in dieser Hauptstadt die Erscheinung, daß der Herrscher eines benachbarten Landes, nun glücklicherweise mit uns eng verbunden in der Behauptung und Aufrechthaltung des Rechts und der Gerechtigkeit, unserer eigenen Königin einen Besuch abstattete. Ueberall wurde er von der Menge des Volks mit Jauchzen empfangen und bewillkommnet. Das, was als das Interessanteste angesehen wurde, wurde ihm zur Besichtigung dargeboten. Er sah die Pracht des Hofes, die Reichthümer der Stadt und die Triumphe der modernen Kunst. Ich bedaure nur, my Lord, daß er nicht blieb, die weit größere, wunderbarere und interessantere Darstellung (exhibition) der Versammlungen in dieser Woche zu sehen. Hätte er das gethan, so hätte er lernen können, daß dasselbe Volk, das so entschieden ist, die Sache des Rechts und der Gerechtigkeit aufrecht zu erhalten, obschon der Unterdrückte ein Mahomedaner und der Unterdrücker ein Christ ist, ebenso entschieden, ebenso besorgt ist, auf jegliche Weise, die in seiner Macht ist, die Erkenntniß des Heils auf der Welt zu verbreiten, und das Evangelium des Herrn bis an die Enden der Erde zu senden. Er hätte aus diesen Versammlungen erkennen lernen können nicht nur die Entschlossenheit dieses Landes, sondern von den verschiedenen Ge-