Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 9-10 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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148 weiter: „Es giebt drei Klassen der Gesetzleugner. Der, welcher sagt, daß das Gesetz, ja auch nur ein Vers oder ein Wort davon nicht von Gott sei, sondern daß MoseS dasselbe aus eigenem Antriebe verfaßt habe: ein solcher ist ein Gesetzleugner. Eben so der, welcher an seine Auslegung, d. h. das mündliche Gesetz, nicht glaubt und die Agaäotk verwirft, wie Sadok und Baithos; und der da sagt, daß der Schöpfer ein Gebot mit einem andern vertauscht, und daß das Gesetz schon längst seine Gültigkeit verloren habe, obgleich dasselbe von Gott gegeben war, wie die Christen und Muhamedaner. Jeder dieser drei ist ein Gesetzleugner." Neth. ol. S. 3.4. Daß aber auch dieHeiden verdammt werden, wird in den Gebeten am Laubhüttenfest sehr ausführlich dargethan. Es heißt z. B. „Alle Völker werden vor den zu Gerichte kommen, der auf dem Thron des Gerichtes sitzt; mit Gerechtigkeit wird er uns richten. Die Völker werden dann sagen: Gieb uns die Ordnung deiner Gebote, daß wir sie vollziehen, damit wir diesen an Glückseligkeit gleich kommen, Du, der Du groß an Macht bist und in der Höhe thronst! Der Höchste, der alle mit Wahrheit richtet, wird sie dann seine Worte hören und verstehen lassen, indem er sagen wird: Ich habe ein kleines Gebot, dessen Ramm ist Laubhütte und dessen Erfordernisse sind vier Seitenwände und Schatten darüber; unterlaßt nicht, es zu beobachten. Sie werden dann schattige Buden machen, um darunter zu verweilen, aber die Sonne wird so heiß scheinen, daß sie beinahe verbrennen werden, und dann werden sie mit den Füßen stampfen. Der Heilige wird dann seinen Zorn über sie ausgießen, sie ohne Erbarmen ins Gehinnom (die Hölle) stürzen, bis auf die tiefste Stufe, mit Verwirrung." Wir lassen beiden Religionspartheien auch diese mit dem Worte Gottes unverträglichen Lehren; ob die Bekenner derselben für sich selbst über ihr eigenes ewiges Seelenwohl in denselben Beruhigung finden können, haben sie selbst zu beurtheilen. Und wenn wir auch von Beiden als vom ewigen Leben Ausgeschlossene betrachtet werden dürsten, freuen wir uns der Gewißheit, daß Menschen uns weder verdammen, noch selig machen können, wollen aber Fleiß thun, daß wir dem Herrn wohl gefallen, der allein ein gerechtes Gericht richten kann und wird. Zugleich wollen wir ihn bitten: Laß, Herr, dein