Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 9-10 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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143 lehren, sie sollen die Gläubigen über die Fürbitten der Heiligen, über ihre Anrufung und ihren Reliquien und Bildern gebührende Ehre, nach dem seit den ältesten Zeiten in der Kirche bestehenden Gebrauch, nach der Uebereinstimmung der Väter und nach den Dekreten der Concilien unterrichten, sie lehrend, daß die Heiligen für die Menschen bitten und es daher nützlich sei, sie anzurufen und zu ihrer Hilfe Zuflucht zu nehmen." In Bezug auf das Judenthum ist es bekannt, wie im jüdischen Monat Elul die Juden die Gräber ihrer Verstorbenen besuchen und dort beten. Diese Gebete sind aber nicht sowohl, oder wenigstens nicht allein, zu Gott gerichtet, als vielmehr zu den Todten, wie diese Gebete selbst beweisen. In einem zu Gott selbst gerichteten Gebete heißt es z. B. in Bezug auf die Verdienste: „O du Herr der Welten, erhöre die Stimme meines Flehens und nimm mein Gebet an, nach deiner großen Barmherzigkeit, daß meine Seele möge würdig sein zu wohnen bei der Seele dieses Gerechten, der hier begraben ist, und bei der Seele Abrahams, Jsaacs und Jacobs, wie auch bei den übrigen Gerechten, welche in deinem großen Namen gestorben sind, und laß mich durch desselben Verdienst und seine guten Werke, die er die ganze Zeit seines Lebens gethan hat, gerecht werden; denn ihm zu Ehren bin ich hieher gekommen, mich auf desselben Grab nieder zu werfen und für seine Seele zu bitten." Tephilla fol. 48. col. 3. Lebeth. hakeborotli. In einem andern Gebete heißt es: „O du Herr der Welt, laß ihr Verdienst, so sie gethan haben, mich gerecht machen, daß ich mit allen meinen Freunden sammt dem ganzen Israel von allen Verfolgungen und listigen bösen Anschlägen, Gefangenschaften und Versuchungen möge bewahrt werden; und daß meine Seele möge würdig sein bei ihren Seelen im Paradies zu wohnen, auch mit der Seele Abrahams, Jsaacs und Jacobs, der Sara, Rebecca, Rahel und Lea, wie auch mit den übrigen gerechten Männern und Weibern im Paradies zu sein." Fol. 49. col. 2. 3. Der Art sind viele Gebete, die alle das Verdienst, die guten Werke und die Gerechtigkeit der Verstorbenen erheben, während, sonderbar genug, der Betende für die Seele des gepriesenen Heiligen Fürbitte thut! Andere