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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 9-10 (1855) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
9-10 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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131 satz. Während z. B. Israel allen Bilderdienst als Abgötterei und Götzendienst ansteht und verwirft, wird im Katholicismus derselbe gelehrt, gebilligt und getrieben. Israel war einst selbst greulichem Bilder- und Götzendienst ergeben, hat aber auch in der babylonischen Gefangenschaft schwer dafür büßen müssen; um so entschiedener ist ihm daher seit jenem Eril der Bilderdienst verhaßt, und wo Israel Bilderdienst treiben steht, kann es mit Recht nicht anders, als denselben für Abgötterei und Götzendienst erklären. In der katholischen Kirche ist der Bilderdienst kirchlich sanctionirt. Das Tridentiner Concil sagt ausdrücklich: „Die Bilder Christi, Marias und der Heiligen sind in den Kirchen beizubehalten und gebührend zu verehren; nicht als ob in ihnen eine Gottheit oder Kraft wohne, sondern weil die Ehre, so man ihnen erweist, aus das Urbild zurückfällt, so daß wir in den Bildern Christum, anbeten und die Heiligen, so darinnen vorgestellt werden. Dies ist die Lehre besonders der zweiten Synode von Nicäa. Auch wird durch historische Gemälde von den Geheimnissen unsrer Erlösung das Volk unterrichtet und im Glauben gestärkt, und nicht allein an die Wohlthaten Christi, sondern auch an die Wunder erinnert, welche Gott durch die Heiligen zum Wohl der Menschen wirkt, so daß es dafür dem Höchsten dankt und angetrieben wird, die Heiligen zu verehren und Gott anzubeten. Wer dieser Lehre widerspricht, sei Anathema." Zwar macht das Tridentinische Concil einen Unterschied zwischen Verehrung der Bilder und eigentlicher Anbetung derselben, und während es jene — die Verehrung — als billig und recht anerkennt, will es diese — die Anbetung — vermieden wissen. Aber zunächst ist eine solche Unterscheidung zwischen Verehrung und Anbetung der Bilder nicht für Jedermann faßlich, der gemeine Mann wenigstens weiß offenbar nichts davon, wie es ja im Leben sichtbar ist; er verehrt das Bild nicht nur durch Bücken, durch Küssen, er betet auch nicht allein vor, sondern auch zu demselben. Dann aber hebt der Beschluß des Tridentiner Concils auch diesen Unterschied selbst wieder auf, indem es heißt, die Ehre, so man den Bildern erweise, falle auf das Urbild zurück, so daß wir in den Bildern Christum anbeten und die Heiligen, so darinnen vorgeftellt werden. Einmal wird in diesen Worten klar gesagt, daß wir in den Bildern 9*

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