Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 7-8 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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MMMU tfrtefi KMfi ÄrWickelt wättst, m dÄZuMM EMüdniß zu einem allgemeinen Concil UachsUchten, um über die Ansprüche, welche der Messias der Christen mache, zu berathen und zu entscheiden. Dieses Concil wurde gehalten, und die Berathungen über die Frage : ob der Messias in der That bereits gekommen sei, oder nicht, hatten einige Tage ihren Fortgang. Biele wiederstreitende Meinungen wurden von beiden Seiten geltend gemacht; endlich erhielt die Meinung die Oberhand, daß der Messias noch nicht erschienen fei, und man war im Begriff, die Berathnngen zu schließen, als ein Rabbi auftrat und dringend bat, daß sie noch fortgesetzt werden möchten zu dem Zwecke, Um die Ansprüche Jesu, des Messias der Christen, ganz besonders zu erwägen. Diese Ansprüche wurden dann auch einen oder zwei Tage hindurch erwogen, und als sie fanden, daß ste einer gründlicheren Belehrung über den Glauben der Christen bedürften, riefen sie einige Priester der christlichen Kirche herbei, welche unglücklicher Weise römisch-katholisch waren. Diese Männer wurden bei dem Concil eingeführt, fingen aber sogleich an, das Ansehen ihrer Kirche hervorzuheben, von allen ihren Gebräuchen und CeremoNien zu reden, und sich weitläufig über die Lehre von der Anrufung der Heiligen und von der Anbetung der Jungfrau Maria auszusprechen. Aber kaum waren sie bei diesem Gegenstände angelangt, als sich die ganze Versammlung wie ein Mann erhob und gegen diesen großen und verabscheuungswürdigen Mißbrauch protestirte, indem sie wie mit einem Munde riefen: „Keine Jungfrau, keine Anbetung der Hostie, keinen Dienst der Heiligen." Wenn ich daher all die Hindernisse betrachte, welche der Bekehrung eines Juden entgegen stehen, Hindernisse, welche aus der Verfolgung entspringen, der ex die Stirn bieten muß, Hindernisse, welche aus den Steinen des Anstoßes entspringen, welche die Christen seiner Bekehrung in den Weg gelegt haben, so muß ich bekennen, daß ich weit davon entfernt bin, ein oder zwei hundert Taufen unter den Juden im Laufe eines Jahres als eine Kleinigkeit oder als eine geringe Zahl zu betrachten, sondern ich sehe auf sie, als eine Zahl, welche die Arbeit der Gesellschaft reichlich belohnt, und hinreichend Grund zum Lobe und Preise Gottes darbietet. Aber in dem vorgelesenen Berichte haben wir auch hinreichende Beweise, daß der Geist des Forschens unter den Juden km schnellen Wachsen begriffen ist. Dies wird aüch von anderen Seiten behauptet, wo das Zeugniß zum vollsten Glauben berechtigt sst. Es wird uns von Jemand erzählt, der aus persönlicher Gssahrüng redet, daß die Gemüther der Juden vollkommen aus dem Schlafe erwacht sind, und daß sie alle nach einem Etwas streben, wenn sie auch Nichtwissen, was es ist. Und neulich stieß ich aus eine Dätlegung des Herrn vr. Raphael, eines ausgezeichnetest Juden, die dahin ging: „Wenn Sie, sagte er, die MeinMg eines Jstddn, ft eines Lehrers ist Israel, wissen wollest ist Betreff des VeMstimststgs-