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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 5-6 (1855) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
5-6 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Freunde um mich herum ab; aber es giebt andere Theile, welche fo deutlich sind, daß bei den wahren Jüngern unsers Herrn Jesu kaum eine Verschiedenheit der Meinung über sie stattfinden kann. Ich sage also, was ist unsere Hoffnung für die Welt? Ist sie nicht verbunden mit der Bekehrung und Wiederherstellung Israels? Nicht zu gedenken der vielen bestimmten Weissagungen, darf ich Euch nur an die Sprache des Apostels Paulus in dem Briefe an die Römer erinnern: „So sage ich nun, sind sie darum angelausen, daß sie fallen sollten? Das sei ferne! sondern aus ihrem Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, auf daß sie denen nacheifern sollten. Denn so ihr Fall der Welt Reichthum ist, und ihr Schade ist der Heiden Reichthum; wie viel mehr, wenn ihre Zahl voll würde?" Und wiederum: „Denn so du aus dem Oelbaum, der von Natur wild war, bist ausgehanen, und wider die Natur in den guten Oelbaum eingepfropfet, wie vielmehr werden die natürlichen Zweige eingepfropft in ihren eigenen Oelbaum? Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dieses Geheimniß, auf daß ihr nicht stolz seiv. Blindheit ist Israel eines Theils widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden eingegangen sein wird, und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben stehet: Es wird kommen aus Zion, der da erlöse, und abwende das gottlose Wesen von Jakob; und dies ist mein Testament mit ihnen, wenn ich ihre Sünden werde wegnehmen. Nach dem Evangelium halte ich sie für Feinde um euretwillen; aber nach der Wahl habe ich sie lieb um der Väter willen. Gottes Gaben und Berufungen mögen ihn nicht gereuen." Können wir daher an der künftigen Bekehrung und Wiederherstellung des alten Bundesvolkes Gottes zweifeln? — und können wir daran zweifeln, daß dies in der That eine Quelle des Segens für die Welt sein wird? Wer daher nur immer ein Freund undWohlthäter unserer großen Missionsgesellschasten ist, wird wohl kaum verfehlen, auch ein Wohlthäter der Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unterden Juden zu sein. Noch einmal: Welches sind dieDrohungen und Verheißungen des Wortes Gottes? Ist nicht die Sprache der Schrift in Betreff Israels wesentlich dieselbe, wie die Sprache Gottes zu Abraham? „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen." Und geben uns nicht die Schriften des Alten Testaments,

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