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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 5-6 (1855) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
5-6 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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88 sowohl die geschichtlichen, als auch die prophetischen, Beweise genug, daß kein Volk Israel verfolgen kann, ohne den Fluch des GotteS Israels auf sich zu laden und seine Gerichte über sich herauszusordern? und daß in gleicher Weise jedes Volk, welches das alte Bundesvolk Gottes beschützt und ihm wohl thut, auch von Gott beschützt und ihm Wohlthaten erwiesen werden sollen? Auch glaube ich, daß keine Kirche Israel vernachläßigen kann, ohne den Zorn Gottes auf sich zu laden, und daß keine Kirche auftichtig für die Bekehrung des Volkes Gottes arbeiten kann, ohne dafür von Gott reichlich gesegnet zu werden. Welche Hoffnungen können wir daher für England haben? Welche Hoffnungen für unsere Kirche? Wenn ich es bei einer früheren Versammlung, bei der Versammlung der kirchlichen Misstonsgesellschaft, auszusprechen wagte, daß die Sicherheit Englands durch ernste Thätigkeit am Missionswerke wesentlich begründet wird, so möchte ich noch nachdrücklicher sagen, daß die Sicherheit Englands wesentlich begründet wird durch dessen Thätigkeit, das Werk der Mission unter den Juden zu betreiben, unter dem Volke, das Gott besonders liebt, unter dem Volke, von dem wir wissen, daß ihm noch Barmherzigkeit widerfahren soll und, wie wir glauben, auch der Welt durch dasselbe. Und hier werde ich an den besondern Namen der Gesellschaft erinnert; es ist der: „die Londoner Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden." Nun wenn wir an London denken, an die ungeheure Summe von Gottlosigkeit, Lastern und Verbrechen, welche sich in London aufgehäust hat; an die ungeheure Summe von Aberglauben, Unglauben und bloßer Formalität, die in London vorhanden ist, so möchte man wegen des künftigen Schicksals dieser großen Stadt wohl erzittern; so möchte man wohl beftirchten, daß sie, wie einst Niniveh, Babylon und Tyrus, durch die gerechten Gerichte des allmächtigen Gottes gänzlich zerstört werden könnte. Was haben wir daher für Hoffnung für London? Sie besteht in den Gebeten, in dem heiligen Leben, im Glauben und in der Liebe Vieler ihrer Bewohner, — und in der Kundgebung dieses Glaubens und der Liebe, wie sie in den zahlreichen wohlthätigen und religiösen Anstalten vor uns liegt, welche, Gott sei Dank, diese Metropolis charakterisiren. Unsere Hoffnung für London sind An-

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