Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 3-4 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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sendsten Theil nach kennt, und ist nicht im Stande, einen Grund anzugeben, warum er an sie glaubt oder sein Leben .darnach richtet. Kurz, er gab sich ganz hin, dem blindlings zu folgen, was ihm die Chachamim sagen. „Wenn ihr mir nicht glaubet," fuhr ich fort, „so kommt mit mir zu dem Manne, und ihr sollt es erfahren, wie wenig er von der Religion weiß, zu der er sich jetzt bekennt." Ich habe oft schon von Griechen gehört, welche Juden geworden sein sollen, und häustg wurden mir Geschichten von ihnen erzählt; aber niemals hatte ich Gelegenheit, mit solchen Männern zu sprechen, — die Juden sind zu besorgt um ihre Proselyten, und diese find zu wenig bekannt mit dem Glauben, den sie jetzt bekennen." Diesen Mittheilungen aus Konstantinopel schließen wir einen Bericht an, den Herr vr. Macgowan über die segensreiche Wirksamkeit im jüdischen Hospital zu Jerusalem giebt, unerachtet der Stürme, die auch jetzt wieder über dasselbe ergangen sind. Er schreibt: „Es ist Zeit, daß ich Ihnen einige Nachricht über den gedeihlichen Fortgang unserer Wirksamkeit gebe, seitdem die Bewegung unter den Juden durch die großen Geldsummen hervorgerufen wurde, welche von ihren Brüdern in Europa sowohl zur unmittelbaren Unterstützung, als auch zur Gründung wohlthätiger Anstalten in Jerusalem gesammelt worden sind. Ein Hospital für Kranke, Schulen für beiderlei Geschlechter und ein Unterstützungsfond für Wöchnerinnen sind gegründet worden und bereits in Thätigkeit. Geld und Kleidung ist, durch denselben wohlthätigen Kanal, unter den armen Juden in beträchtlicher Menge vertheilt, und den nothleidenden Gewerbsleuten sind Anleihen gemacht worden, um ihnen aus ihrer schwierigen Lage zu helfen und sie in den Stand zu fetzen, ihre Geschäfte fortzuführen. Durch diese wohlthätigen und klugen Anstrengungen ist viel Gutes gethan worden; aber obschon wir uns aufrichtig über die zeitliche Hülfe freuen, die dargereicht wurde durch Heilung der Kranken, Bekleidung der Nackenden und Speisung der Hungrigen, so bedauern wir doch, daß wir unfern Bericht nicht durch die Hinzufügung: „und den Armen wird das Evangelium gepredigt," vervollständigen können." „Es würde gehässig erscheinen, wenn wir die Beweggründe,