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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 3-4 (1855) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
3-4 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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48 Missionsnachrichten. Konst-ntinopel. Ehe wir zur Mittheilung eigentlicher Misstonsnachrichten schreiten, wollen wir, wie wir in der letzten Nummer versprochen haben, noch einen Brief von Herrn Prediger Stern über den großen Brand in Konstantinopel und dessen traurigen Folgen mittheilen. Das Bild, das er uns von der Noth und dem Elende der armen Juden entwirft, ist in der That höchst traurig, ja man kann sagen, herzzerreißend. Er schreibt: „Während des letzten Monats bin ich mehr als gewöhnlich mit den Juden in Berühmng gekommen, was dem Feuer und den Anstrengungen, die wir zur Linderung der Noth der Armen und Leidenden machten, zugeschrieben werden muß. Die Chachamim (Rabbiner) und ihre Untergeordneten, die Mamune, bewunderten unser Interesse an ihren leidenden Religionsgenoffen nicht besonders, und es wurden sogar einige unzeitige Versuche gemacht, das verschmachtende Volk zu verhindern, in mein Haus zu kommen und sich Brod zu holen. Senor Abraham Jaisch, ein Mamune, und ein Mann von einiger Bedeutung, da er das Serail mit verschiedenen Artikeln zu versehen hat, wodurch er sich große Summen und einflußreiche Freunde erwirbt, war sogar so kühn, ins Schulhaus zu kommen und mir mit der Polizei zu drohen, wenn ich fortsühre, mich unter die Juden zu ' mischen. Diese Kundgebung von Bigotterie und Haß entmuthigte mich jedoch nicht in meinem Werke des Glaubens und der Liebe, denn die Segnungen der Wittwen und Waisen, der Alten und Schwachen, und die Ermahnung eines sterbenden alten Mannes (L. I.), welcher es bei seinem letzten Athemzuge seiner Frau einschärste, Protestantin zu werden, und seinem Sohne, daß er die protestantische Schule besuche, vergalten mir reichlich alle Mühen, Prüflingen und Opfer. Die Juden in Europa, welche in der Lust christlicher Erleuchtung und Civilisation leben, mögen die selbstsüchtigen und verdorren machenden Wirkungen des Rabbinismus in Zweifel ziehen; aber hier, wo weder entlehnte Marimen, noch der wohlthätige Einfluß evangelischer Wohlthätigkeit und Liebe bessere Grundsätze auf das unheilige Lehrsystem übertragen, zeigt sich dessen verderbliche

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