Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 3-4 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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daß wir der Wachsamkeit und des Gebets, der Liebe und des Eifers, der Demuth und Selbstverläugnung ermangeln. Wir versuche^ von Zeit zu Zeit mit Ernst uns selbst zu erwecken, die Liebe Gottes in Christo zu suchen und zu üben, den Fußstapfen unsers Heilandes nachzufolgen, die Macht des Wortes Gottes an uns zu erfahren und auch Andern mttzutheilen; aber ach! wie schwach, wie gering, wie fruchtlos sind all' unsere Anstrengungen , und. wie bitter der Spott, der in dem, dem einen oder dem andem von uns gemachten Vorwurfe liegt, daß wir für die Verbreitung des Wortes Gottes in diesem Lande zu viel thun. Brüder, betet für uns, daß wir, wir wollen nicht sagen Ihr, nein daß wir nicht zu Schanden werden. Betet, daß Gott den Geist der Gnade und des Gebets über uns ausgießen wolle, damit wir alle, Juden und Nichtjuden, fest und beständig auf tzen sehen mögen, welchen wir zerstochen haben, während Er bereit ist gnädig zu sein, und Sein Reich in Besitz zu nehmen; daß wir, anstatt Sein Werk zu hindern, Arbeiter Gottes zur Verwirklichung der Zwecke seiner Gnade gegen Israel und die ganze Welt sein mögen." „Nachdem ich so viel von dem Zustande unserer Kirche und Mission im Allgemeinen mitgetheilt habe, so brauche ich jetzt nur noch einige Worte über jede einzelne unserer Anstalten zu sagen, wodurch wir tobte Sünder zu Jesu zu führen suchen, damit sie das Leben haben mögen." „Unsere kirchlichen Gottesdienste sind ununterbrochen regelmäßig besucht worden, und sind Vielen, wie ich nicht zweifle, ein Mittel zum Wachöthum in der Gnade und zum Segen. Jeden Sonntag- Morgen findet ein Gottesdienst in spanischer Sprache statt, ausgenommen den ersten Sonntag jeden Monats, wo er zum Wohle unserer eingebornen Communicanten, Juden und Nichtjuden, in arabischer Sprache gehalten wird." „Mehrere Monate hindurch wurde der spanische Gottesdienst von einer ziemlichen Anzahl spanischer Juden besucht, außer von unfern Proselyten, welche diese Sprache verstehen; aber seit Kurzem haben sich zwei oder drei Rabbinen an die Thore des Kirchhofes gestellt, um die Juden an der Theilnahme dieses Gottesdienstes zu verhindern. Die englischen und deutschen Gottesdienste sind wie