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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 3-4 (1855) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
3-4 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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37 große Anzahl Juden an die protestantische Misston fesseln, zu zerschneiden. Als der Ueberbringer des Geldes, Herr Cohen aus Paris, im Monat Juli hier anlangte, so machte er sogleich den Vorschlag, ein jüdisches Hospital zu gründen, um den Zweck des Hospitals der Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden zu vereiteln, und etwas Aehnliches wie Industrieschulen sowohl für junge Juden al^ Jüdinnen in Opposition zu unfern Schulen, indem er in nicht sehr gemessenen Ausdrücken seinen Brüdern rieth, sich von den Fremden u. s. w. wie er sagte, unabhängig zu machen. Er predigte zu verschiedenen Malen in der Synagoge; aber abgesehen davon, daß seine Lehre für die Talmudisten in Jerusalem zu locker war, so sprach er die unjüdischsten Meinungen in Betreff des Messias und der Wiederherstellung Israels aus. Er sagte sehr nachdrücklich, daß die Juden keines Messias zur Versöhnung bedürfen, weil jeder Jude sich selbst versöhnen muß; daß der Messias Etwas ist gleich einem mächtigen Herrscher, um das jüdische Volk zu beschützen, dessen Wiederherstellung nicht in sich schließt, daß sie gesammelt und in dies Land zurückgebracht werden, sondern daß sie in den Stand gesetzt werden, unter dem Schutze ihres Messias unter allen Völkern glücklich und geachtet zu leben. Natürlich brachten seine Gegenwart, seine Ansichten und seine Handlungen die Wirkung hervor, wie man sie erwarten mußte, nämlich eine große Auftegung und ein noch größeres Maß des Parteigeistes; die Aermsten sahen sich getäuscht, und seit dem ist stets eine Gährung vorhanden gewesen. Dies macht es mir unmöglich, mich bei dieser Gelegenheit darüber auszusprechen, wie sie im Allgemeinen gegen das Christenthum gestimmt sind, ausgenommen, daß es sich immer klarer herausstellt, daß sich viele in einem Zustande des Zweifels befinden, und wenn sie das Neue Testament gelesen haben, (was viele thun), geneigt sind zuzugeben, daß Jesus von Nazareth in der That der Messias ist; aber das geschieht nur auf dem Wege der Spekulation, was ihre Gewissen nicht zu affiziren scheint." „Im Laufe des Winters und Frühjahrs hatten die Missionare im Allgemeinen viel Umgang mit Juden, denen sie in den Unterhaltungen das Evangelium predigten, und auch mit einer guten Zahl

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