Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 1-2 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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19 fühlte dies sehr, aber er wußte auch, welche fast UNübersteiglichen Hindernisse sich dem darbieten, der es unternimmt, das Neue Testament ins Hebräische zu übersetzen. Eine von der römischen Kirche veranlaßte Uebersetzung des Neuen Testaments, so wie die im Jahre 1602 von dem berühmten Hutter übernommene ähnliche Arbeit ließen ihn um so eher die Schwierigkeiten eines solchen Unternehmens einsehen; denn, wenn auch die Fehlet in gedachten Uebersetzungen dem geübten Auge leicht bemerkbar werden, so zeigen sich dennoch desto größere Schwierigkeiten sie zu verbessern/ Aber im Vertrauen auf den, der dem Schwachen Kraft verleihet, nahete er sich schon im Jahre 1730 voller Schüchternheit Callenberg, ihm den Vorschlag Machend, er möchte das Evangelium Lucas und die Apostelgeschichte auch ins Hebräische übersetzen, „weil die gelehrten und halbgelehrten Juden in Deutschland das Hebräische viel lieber, als das Jüdisch-deutsche lesen." Callenberg war das Anerbieten sehr willkommen; aber er wußte wohl, welche Klippen man bei einer solchen Arbeit zu umschiffen hat. Nach gemeinschaftlich entworfenem Plan zu dieser Arbeit, ging Frommann sofort an dieselbe und schon nach einem Monah schreibt Callenberg, „konnte er revidiren daS erste Stück von der angefangenen hebräischen Uebersetzung des Evangeliums Lucas." „Nun wurde zwar der Studiosus Frommann mit der hebräischen Uebersetzung des Lucas nach dem Verlauf einiger Monate auch fertig, und begehrte nun die von mir versprochenen Noten über denselben, damit er sie ins Rabbinische übersetzen könne. Allein die Vielheit anderer Verrichtungen, und insonderheit die bei diesem Institute zu führende Korrespondenz veranlaßte, solches Geschäft erstlich eine Zeitlang noch aüszusetzen; endlich aber, da ich sah, daß es zu lange damit würde noch Anstand haben müssen, wenn ich es verrichten müßte, sah ich mich genöthigt, dem hierzu hinlänglich geschickten Studiosen Frommann zu committiren, auch von dergleichen Anmerkungen einen Aufsatz zu machen. Doch wurde der Druck desselben bald unterbrochen und nur2 Bogen, die Frommann selbst setzte^ wurden gedruckt und verbreitet, um das Gutachten der Gelehrten darüber zu hören. Diese blieben nicht länge aus. „Ein sehr ge- 2*