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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 11-12 (1854) · page 27

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Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
11-12 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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187 andern Gelegenheit, „daß der Talmud die Offenbarung entstellt hat und den Juden verhindert, sich dem Christenthume zuzuwenden, — weil der Talmud seinen Geist entnervt und ihn für die Wahrheit der messtanischen Weissagungen kalt gemacht hat. Seit vielen Jahren ist es mein heißester Wunsch gewesen, daß dem schädlichen Einflüße des Talmuds ein Ziel gesetzt werde, und daß die Juden auch die Erhabenheit des Ehristenthums erkennen möchten. Und um mein Schärflein hiezu beizutragen, habe ich das Pampflet geschrieben, welches darauf berechnet ist, den Juden den großen Werth des geoffenbarten Wortes Gottes darzuthun. Daß das Christenthum so schnelle Fortschritte gemacht hat und noch täglich Herze» für sich gewinnt, geschieht aus dem Grunde, weil seine Lehren durchaus zu dem Verstände und Herzen reden." Dann schreibt er wieder: „Wenn der Talmud hinweg gethan ist, dann giebt es kein wirkendes Mittel mehr, welches das Alte Testament verdreht und entstellt. Die Juden werden dann leicht finden, daß Stellen, wie Jesais 52 und 53, deutlich den großen göttlichen Boten verkündigen, welcher die Erkenntniß Gottes allen Völkern bringen, das Gesetz des Herrn Allen lehren und ein ewiges Reich gründen soll, das sich auch über die heidnischen Völker erstrecken wird — der eine Versöhnung für die Sünde sein soll. Dann kann es auch bewiesen werden, daß dieses Wesen kein anderer, als Jesus ist." Eine neuere Mittheilung enthält diese Stellen: „Die erhabene Prophezeiung Jesais in seinem 53. Kapitel würde nichts sein, wenn sie nicht erfüllt ist; aber in sofern sie ihre vollkommene Erfüllung in Jesus von Nazareth erhalten hat, ist sie eine erhabene und selige Weissagung. Das ist meine feste Ueberzeugung. „Gott ist die Liebe." Das ist die erhabenste Wahrheit, die je auf Erden gelehrt wurde, der umfassendste, der wahrste, der weiseste, der erhebende Gedanke. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, bleibet in Gott, und Gott in ihm." Das ist ein solcher Gedanke, welchen kein Plato, kein Sokrates, sondern Jesus allein zu lehren verstand. Er ist der , Mittelpunkt aller Moral, die höchste Macht der Tugend, der Fels, auf welchem Frieden zu finden ist." „Ich breche hier meine Auszüge ab und füge nur hinzu, daß der Verstorbene bei vielen feierlichen und ernsten Unterhaltungen, die ich seit Jahren mit ihm gehabt habe, nie auch nur für einen Augenblick Anstand nahm, seinen vollen Glauben an den Herrn Jesum mit freudigem Herzen zu bekennen, aber stets die Idee festhielt, daß es seine besondere Aufgabe sei, als Jude die Verbreitung des Christenthums unter den Juden zu unterstützen und zu befördern." Wie sich das Bewußtsein: „der Talmud ist nicht von Gott," und „die Lehren der Rabbiner sind das Unglück der Juden" üllerall Geltung verschafft und in den Gemüthern der Israeliten immer tiefere Wurzel schlägt, ja wie dieses Bewußtsein selbst in Feindschaft

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