Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 11-12 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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185 sich mit jedem von ihnen über die Wahrheit zu unterhalten , wie sie in Christo Jesu ist, den er für den wahren, von Moses und den Propheten vorher verkündigten Messias hielt. Er war ein großer Feind des Systems der Rabbinen, und gar oft hat er mir gesagt: „Jeder Jude, der in die Hölle fährt, wird an den Händen der Rabbinen dahin geleitet, welche ihm zuerst das Augenlicht rauben, indem sie um seine Augen die Binde der Tradition legen, und dann sich seiner vergewissern, indem sie um seinen Nacken das eiserne Joch des Aberglaubens legen, und das Alles thun sie, damit sie ihren Plan desto leichter erreichen, ihn auf immer zu verderben." So oft ihm die Nothwendigkeit ans Herz gelegt wurde, zuerst für das Heil seiner eigenen Seele zu sorgen, so erklärte er, daß er die Ueberzeugung habe, es sei seine besondere Mission, als Jude die Herzen seiner Brüder in größerer Zahl für's Christenthum vorzubereiten, welches in der Thal und Wahrheit seine Religion sei, so daß er mit Paulus sagen könne: „Ich habe große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlaß in meinem Herzen. Ich habe gewünscht, verbannt zu sein von Christo für meine Brüder, die meine Gefreundte sind nach dem Fleisch." „Wir haben allen Grund zu glauben, daß dieser jüdische Vertheidiger des christlichen Glaubens im Glauben an den Herrn Jesum gestorben ist, den er in seinem Leben vor so vielen Juden und Christen als den Erlöser der Welt bekannte, daß der Sünder allein durch den Glauben an ihn von allen seinen Uebertretungen gereinigt und zum Erben des ewigen Lebens gemacht werden könne." „Es dürfte vielleicht nicht uninteressant sein, einige Auszüge aus einigen Briefen der großen Zahl, die ich im Laufe der Zeit von ihm erhalten habe, wie einige Stellen aus dem Pamphlet mitzutheilen, das er im Jahre 1849 veröffentlichte. In der eben erwähnten Flugschrift zieht er mächtig zu Felde gegen den Talmud. „Der Rabbinismus," sagt er, „ist es, welcher das Gesetz Moses gänzlich zerstört, — der Rabbinismus, welcher ganz anders, als das Testament redet und auf den Juden tausend Lasten legt. Der Rabbinismus befiehlt die unvernünftigsten Gebräuche." „Personen, welche sich von den „Ungereimtheiten und der Schädlichkeit des Rabbinismus gründlich überzeugen wollen," verweist er auf „die 1839 in Frankfurt am Main herausgegebene Schrift: „Der wahre Israelit," die vom Herrn Prediger W. Ayerst veröffentlicht wurde." „Im Verlaufe seines Schriftchens zeigt er, wie der Rabbinismus die Leute „verdummt," sie in Unwissenheit erhält und „in ihnen Kälte gegen die Wahrheit erzeugt." Ueber die Erziehung der jüdischen Jugend äußert er sich ganz unzufrieden. An einem andern Orte sagt er, daß die Lehren der Rabbinen „das Licht, welches Moses und die Propheten unter dem jüdischen Volke angezündet,