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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 11-12 (1854) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
11-12 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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184 weil sie von Abrahams Samen sind, sondern nur dann, wenn sie in Abrahams Fußtapfen wandeln und seinen Glauben haben, und daß sie Ursache haben zu weinen über die Todten, welche nicht in dem Herrn sterben. Als man die Synagoge verließ, und während der Sarg nach dem jüdischen Kirchhofe gebracht wurde, sangen die Juden den 91. Psalm, und das Militär spielte verschiedene lebendige Musikstücke. Ein reicher Jude lud mich höflich und freundlich ein, zu ihm in seinen Wagen zu steigen und brachte mich nach meinem Gasthofe." Herr Lauria fügt diesem Berichte, noch ein Gerede hinzu, das sich unter den Christen über dieses Begräbniß verbreitet hat. Wir theilen es auch mit, indem es zeigt, in welchen Vorurtheilen die Christen besangen sind. „Die betrogenen Griechen und Papisten," fährt Herr Lauria fort, „neidisch über die Ehrenbezeigungen, die von der mahomedanischen Regierung einem verachteten Juden erwiesen wurden, fabricirten folgende Geschichte: „Die Juden haben, da sie befürchteten, daß die Christen den Sarg berühren oder ihm wenigstens zu nahe kommen, und so den Leib des Verstorbenen verunreinigen möchten, welches, wie sie sagen, eine zweite Waschung oder Reinigung erfordert haben würde, mit enormen Kosten eine Wache von mahomedanischen Soldaten erhalten, welche in den Augen der Juden besser, als die Christen sind. Dieselben Namenchristen, welche immer noch glauben, daß die Juden das Blut eines todten Christen trinken, ohne verunreinigt zu werden, glauben auch, daß die bloße Berührung oder der Schatten eines lebenden Christen von den Juden als eine Verunreinigung eines todten Körpers betrachtet wird. Aber kein Wunder! welche Ungereimtheiten, welche sonderbare Paradoxen, welche niedrige Grundsätze werden die schlauen Mönche nicht fähig sein, den Gemächern ihrer Heerden einzuimpfen, denen es nicht erlaubt ist, selbst zu denken." Wir wenden uns nun von dem Oriente nach dem Occidente, wo uns ebenfalls eine eigenthümliche Erscheinung entgegentritt, die, wenn sie auch nicht so vereinzelt ist, doch besonders scharf hervortritt und wohl vielen unserer Leser, besonders den christlichen, neu fein dürfte. Herr Prediger Pop er in Frankfurt am Main macht folgende Mittheilung: „Vor einigen Monaten starb in einem nahen Orte ein sehr gebildeter Jude, welcher seit vielen Jahren mit allen Missionaren der Gesellschaft, die nach einander hier stationirt gewesen sind, sehr intimen Umgang gepflogen hat. Es war sein größtes Vergnügen,

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