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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 11-12 (1854) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
11-12 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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179 Mörder Jesu von Nazareth gewesen seien. Von der Vollziehung dieses blutigen Beschlusses wurde er von einem Kardinal abgehalten, welcher seinen Zorn mit folgender Parabel stillte: „Es war einst ein König, der einen schönen Garten hatte, »oll aller Arten von Früchten und Blumen, und diesen Garten vertraute er der Obhut eines gewissen Gärtners an, dessen Instructionen die waren, Niemanden bei Todesstrafe den Garten betreten zu lassen, der nicht eine Ordre dazu hätte, von seiner Mäjestät selbst unterzeichnet. Es kamen viele Personen, welche solche Ordre hatten, und diese wurden in den Garten gelassen und durften seine Frucht genießen. Aber endlich entstanden bei dem Könige Zweifel an der Treue des Gärtners; er legte daher seinen königlichen Schmuck ab, verkleidete sich als ein armer Mann, kam an die Thür und bat um Einlassung. Die Ordre wurde von ihm verlangt, aber er erwiderte: „„Die ist nicht nöthig, denn ich bin der König selbst."" Aber der Eintritt wurde ihm verweigert; er jedoch bestand darauf, in den Garten gelassen zu werden, und versuchte, da er die Geduld verlor, den Eintritt zu erzwingen, und wurde von seinem eigenen Gärtner getödtet." „Der Garten ist das Gesetz, die Frucht die Einheit Gottes, welche Gott den Juden bei Todesstrafe zur Bewahrung anvertraut hat, so daß, wenn die Juden unwissend Jesum von Nazareth zum Tode verurtheilten (da er der Sohn Gottes war), so thaten sie eS aus einem Uebermaaß der Treue gegen die Gebote Gottes." „So verkehren die Talmudisten Alles, um den Stolz ihres Herzens zu nähren. Er sprach von Spanien und Portugal, so wie davon, daß ihre Macht seit der Vertreibung der Juden gesunken sei, und daß bei England sich gerade das Gegentheil zeige, da die Juden von Gott unter sie gestellt worden seien, wie ein Vater in zeitweiliger Aufwallung seines Mißfallens seinen Sohn von sich stößt, nicht, um ihn zu verderben, sondern zu bessern. Ich versuchte, ihm zu zeigen, wie sein Raisonnement dahin gehe, das Gemüth von der Demuth und Beugung des Herzens abzuleiten, die Moses und die Propheten in sich fühlten, und wozu sie ihr Volk zu führen trachteten, und er gab zu, daß Buße und Bekenntniß der Ist*

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