Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 11-12 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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173 schnür und beurtheilt sie nach dem untrüglichen Prüfsteine des Wortes Gottes. So bleibt sein Geist nüchtern, daß er gewiß die Wahrheit erkennen wird, wenn er auch gegenwärtig noch nicht klar durch das Dunkel hindurchsehen kann, oder wohl gar denen den Sieg wünscht, von welchen kein Heil sür das Reich Gottes zu erwarten ist. Das Dunkel wird und muß sich zerstreuen, daß er die Wahrheit erkennt und sieht, und sollte es sich dann zeigen, daß er im Jrrthume gewesen ist, dann wirrer denselben gern anerkennen und aufgeben. Wie nun aber dem wahren Christen, wie überhaupt Jedem, der die Wahrheit lieb hat und ihr auch gern folgen möchte, mit Hintenansetzung aller eigenen Interessen, daran gelegen sein muß, von der eigentlichen Lage der Dinge im Oriente in politischer Hinsicht unterrichtet zu werden, ebenso muß ihm auch daran gelegen sein, vom Zustande des Reiches Gottes und von der Verbreitung desselben in dortiger Gegend Kenntniß zu erhalten. Darum werden ihm auch die Missionsnachrichten von dort stets willkommen sein, selbst die weniger wichtigen und interessanten. In dieser Voraussetzung, — und wir glauben, sie ist eine richtige — wollen wir denn nun auch solche Nachrichten folgen lassen, wie sie uns in dem Jewish Intelligence vom Monat Oktober und November vorliegen. Wir lassen zuerst Herrn Prediger Stern reden. Er schreibt aus Konstantinopel: „Beiden Wehen kämpfender Völker und den Erschütterungen mächtiger Reiche, kann nicht erwartet werden, daß irgend eine Religionspartei, wie klein und unbedeutend sie auch sein mag, mitten im Getöse Und Donner der feindlichen Waffen leben und doch gleichgültig über den Ausgang eines Kampfes bleiben könnte, der so viele Leidenschaften erweckt und so viele Interessen verwickelt hat. Durch die weiten Strecken des Reiches Mahomeds wird jede Brust und jeder Nerv in Bewegung gesetzt, und sowohl die Bekenner des Evangeliums, als auch die Anhänger des Korans anticipirew in Hoffnung, die jedoch nicht ohne Furcht ist, die besten Ergebnisse aus dem gegenwärtigen erfolgreichen Kampfe. Auch der Jude, —■ der isolirte Jude — sieht durch den Nebel und die Finsterniß des