Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 11-12 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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170 Rechtfertigung sagen, daß er einen solchen Schmähartikel, wie ihn der Observ. Triest bringt-, ohne weiteres als pure Wahrheit in sein „unparteiisches Organ," die Allgemeine Zeitung des Judenthums, aufnimmt? Wir stellen wiederholt die Aufforderung an ihn, daß er thun möge, was er von Heinrich Heine rühmt, nämlich „sich selbst etwas näher zu Leibe zu rücken." Misfioristtachrichte«. .Konftantinopel. Nach dem Oriente sind gegenwärtig Aller Augen gerichtet. Aengstlich und mit fieberhafter Spannung wartet fast Jeder auf Siegesnachrichten von dort, entweder von der einen oder der andern Seite, je nachdem er sich Heil von dieser oder jener Seite verspricht. Auch der Christ, der wahrhaft bibelgläubige Christ, kann bei einem Kampfe, wie er gegenwärtig geführt wird, nicht gleichgültig bleiben. Aber er sieht mit andern Augen und folgt den Ereignissen mit andern Gefühlen, als die Kinder der Welt. Diese haben nur ihr eigenes Interesse vor Augen und können daher auch keinen andern Wunsch haben, als den, daß sich daö Glück des Sieges auf die Seite neige, von welcher sie die Beförderung ihres Interesses erwarten; und weil sie eben nur das vor Augen haben, was von der Welt ist, darum halten sie auch Fleisch für ihren Arm, setzen ihr Vertrauen und ihre Hoffnung des Sieges auf Heeresmacht und die Klugheit und Weisheit der Menschen. Geht es nicht nach ihrem Wunsch und Willen, so raisoniren sie und legen die Schuld auf die Anführer der Kriegesheere, oder auf die Könige und Fürsten, auf alle, denen Gott die Lenkung der Völker anvertraut hat. Daß aber dabei eine höhere Hand im Spiele ist, daß es Gott ist, der die Schicksale der Menschen und Völker lenkt, der den Frieden giebt und auch das Uebel schafft, daß er auch der Lenker der Schlachten ist und die Herzen der Könige leitet wie Wasserbuche, daß er Muth und Tapferkeit, Weisheit und Verstand giebt, aber auch den Muth nehmen und die Weisheit der Weisen zuschanden machen kann, davon wollen sie nichts wissen. Anders ist es bei dem gläubigen Christen. Er hat nur die Ehre GotteS und die Verbreitung feines Reiches vor Augen,