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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 11-12 (1854) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
11-12 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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169, was in der Geschichte der evangelischen Mission gehört worden! Und ließe sich ein evangelischer Missionar nur etwas Aehnliches zu Schulden kommen, er würde von seiner Gesellschaft selbst gebrandmarkt und als ein unwürdiges Subjekt sogleich entlassen werden. Nein, die evangelischen Missionare haben wohl genug Schmach und Hohn zu tragen, wovon auch dieser Artikel Zeuge ist, und wozu auch Herr Philippson in seinem „unparteiischen Organe" nicht blos sein Schärflein, sondern eine gute Portion beigetragen hat, ja manche Missionare "haben sogar ihr Leben für ihren Beruf dahingegeben; aber nie haben sie Schmähung mit Schmähung, und Schläge mit Schlägen vergolten. Und endlich soll der Dragoman des englischen Consulats fünf russische Juden ohne Verhör von den türkischen Dienern haben durchpeitschen, ihnen weder Nahrungsmittel noch Gebetkleider mitzunehmen gestattet und sich der „Flintenschüsse und Säbelhiebe der Eskorte" bedient, und, wie aus Allem hervorgeht, der englische Conftll dies Alles gebilligt haben, und noch dazu ein Mann, wie Mr. Finn!' Dies glaube wer da wolle, aber Herr Philippsohn glaubt es gewiß nicht, und wer es glaubt, dem müssen wir zurusen: O Feind des Protestantismus und der Wahrheit, dein Glaube ist groß! Wir fügen nur noch hinzu, daß es uns nicht im Entferntesten in den Sinn kommt, hiermit eine Apologie und Rechtfertigung der evangelischen Mission und der Bibelgesellschaft zu schreiben, diese Anstalten bedürfen einer solchen Vertheidigung nicht; sondern wir wollen, namentlich unfern jüdischen Lesern nur zeigen, welcher Waffen sich Herr Philippsohn bedient, um die Mission, nein nicht blos die Mission, sondern auch die Bibelgesellschaft zu bekämpfen, und das Judenthum zu vertheidigen. Wir sind überzeugt, daß sich die meisten Leser seines „unpartheiischen Organs" solcher Waffen schämen. Die Aufnahme der Artikel seiner Correspondenten in Jerusalem ließe sich wohl noch entschuldigen, obschon bereits gegen solche Verdächtigungen der Liebesbeweise von Seiten -englischer Christen gegen die Juden bei gegenwärtiger großen Noth, wenn wir nicht irren, von Juden selbst Protest erhoben worden ist, was doch dem Herrn Doctor zur Vorsicht veranlaßt haben sollte. Aber was will er zu seiner

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