Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 9-10 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2554541-2554653-2554659--02131-2557992- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
I sein Vater, und die besten Wünsche seiner Mutter begleiteten ihn. Unser Jacob aber konnte nicht erwarten, sich dieses Glücks zu erfreuen, als er beabsichtigte, das Haus seines Vaters zu verlassen, in das er nie wieder zurückkehrte. Er wußte, welche Sorgen seine Abreise verursachen würde, und daß seine Eltern auf ihn als einen Verlorenen und Abtrünnigen sehen und um ihn trauern würden, als wäre er gestorben, sobald sie den Grund zur Unternehmung seiner Reise entdecken würden. Das Alles aber konnte seinen einmal gefaßten Entschluß nicht ändern. Er wußte, daß'Jesus der wahre Messias, der. Weg, die Wahrheit, und das Leben sei, und er war eingedenk des Wortes, das er gesagt hat: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt, denn mich, der ist meiner nicht merth. Und wer Lohn oder Tochter mehr liebt, denn mich, der ist meiner nicht werth. Und wer nicht sein Aren; auf sich nimmtnnd folget mir nach, der ist meiner nicht werth." (Math. 10, 37.38.) Börling sagte dem Missionar Moritz, der ihn unterrichtet hatte, daß er sich gedrungen fühle, den Weg zu gehen, den ihm das Wort Gottes.bezeichne, und bat ihn um seinen Rath und Beistand, als er seine Heimath verlassen wollte, um in die evangelisch-protestantische Kirche zu treten, in der er nach seinem Gewissen allein getauft werden konnte. Herr Moritz erinnerte ihn daran, wie viel zu verlassen er im Begriff sei, und bat ihn sehr ernstlich, sich zu prüfen, ob ihrnirgend ein weltlicher Vortheil dazu bewege da er eine schwere Sünde begehen und den Fluch Gottes auf sich laden wurde, wenn er aus irgend einem andern Grunde, als dem einfachen Verlangen, der Wahrheit zu folgen, die Taufe suche. Da er bei weiteren Unterhaltungen mit ihm die Gewißheit erlangte, daß er von der Wahrheit des Christenthums überzeugt sei und von dem heiligen Geiste geleitet und unterwiesen werde, diesen entscheidenden Schritt zu thun, so , führte er ihm die Verheißung zu Gemüthe, daß „Wer verläßt 'Häuser, oder Brüder, oder Schwestern, oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Ninder, oder Uecker um neines Namens willen, der wird es hundertfältig nehmen und das ewige Leben ererben." (Math. 19, 29.) Man meint vielleicht, daß es besser gewesen wäre,'wenn Bör- ' 10*