Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 9-10 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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146 den; wenn auch die Natur über das bußfertige Israel,frohlocken und es dem Herrn zu einem Stamme, zu einem ewigen Zeichen, das nimmer wird vernichtet werden, sein wird. In demüthigem Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit lasset uns denn einmüthig beten, „Dein Reich komme," einmüthig 3hm von seinem Eigenen geben, einnrüthig uns dem guten Werke weihen, und Gott, ja auch unser Gott möge uns seinen Segen geben. — Eine gefährliche Reife. Unter dieser Aufschrift lesen wir im Jewish Intelligence vom September dieses Jahres eine kurze Nachricht über die Flucht des seligen Vorlings aus dem väterlichen Hause und seine Reise nach, Petersburg. Wir theilen sie unfern Lesern mit als einen Beweis, mit welch inner» und äußern Versuchungen gar viele Israeliten zu kämpfen, welche Schwierigkeiten und Gefahren sie zu besiegen haben, wenn sie zum Glauben an pen Herrn Jesum gekommen sind, ehe sie an das Ziel ihrer Wünsche gelangen, in die christliche Kirche ausgenommen zu werden; denn was uns hier von dem seligen Börling erzählt wird, das hat auch gar mancher andere gläubige Israelit im " größeren oder geringem Maaße durchmachen müssen. Der Berichterstatter beginnt seine Erzählung mit den Worten der Schrift, 2. Kor. 7,5: „Auswendig Streit, inwendig Furcht," und fährt dann fort: Der wahrhaft Gläubige wird Durch mancherlei äußere Kämpfe und innere Anfechtungen geführt, damit die Macht Gottes in seiner Schwachheit fest werde. Dies bewährte sich auch in dem Leben des Predigers Jacob Börling. Er wurde aufs sorgfältigste in allen rabbinischen Lehren und Gehräuchen erzogen und unterrichtet; von seiner Mutter wurde er aufs zärtlichste geliebt, und Nichts hätte ihn vermögen können, sie zu verlassen, als die Gewißheit, die er in seinem Herzen haste, daß es der Wille Gottes sei, der zu Abraham sprach: „Gehe aus deinem Vaterlande, und von Deiner Freundschaft und aus Deines Vaters Hause," daß auch er seine Heimath verlassen und nach einem entfernten Orte gehen solle. Als der Patriarch Jacob nach Mesopotamien ging, segnete ihn