Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 9-10 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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135 leidenden Stämme ausdehnen wird , ging er fort, die Gründe darzulegen, die ihn und andre zu dem Schluffe führten, daß die zehn Stämme in den Afghanen zu finden seien. Wenn wir denn dessen gewiß sind, daß die verlorenen Stämme Cänaan wieder bevölkern sollen, so w.ird ihr gegenwärtiger Aufenthaltsort ein Gegenstand besonderen Interesses. Die Untersuchungen, welche in den letzten Jahren, angestellt worden sind, scheinen im Ganzen beim Publikum nicht besondern Anklang gefunden zü haben, mit Ausnahmederer, welche die Afghanen dieses lang verlorene. Volk.sein lassem Diese scheinen einen hohen Grad von Übereinstimmung zu gewinnen, zufolge der vermehrten Gelegenheiten, die wir besitzen, um ihren Werth zu prüfen und fernere Entdeckungen zu machen. Es ist jetzt nicht mehr blos die Vermuthung eines einzelnen Misenden und die scharfsinnige Bemerkung eines fähigen Diplomaten, die wir aufgefordert werden als. Führerin in der Annahme oder Verwerfung dieser Auffassung anzünehmen. Eine große Menge unserer Landsleute sind jetzt'gerade in der Mitte des afghanischen Volks aufgestellt, die sich mehr oder minder der Gelegenheiten erfreuen, dessen nationale Eigenthümlichkeiten zu beobachten und Nachforschungen in Betreff dessen früherer Geschichte anzustellen. Das in der Frage über die Heimath unverkennbar hervorgerufene Interesse wird als ein Antrieb zu fernerer Anstrengung wirken, und wir mögen hoffen, in Kurzem im Besitz von bedeutendem Material zu sein, um uüpartheiische Personen in den Stand zu setzen, sich eine so entschiedene Ueberzeugung in diesem Falle zu bilden, wie seine Natur es gestatten wird. Inzwischen muß jede Erweiterung der Erkenntniß über diesen Gegenstand werthvoll sein, und es wird einst die Pflicht derer sein, welche sich eines näheren Umgangs mit dem Volke erfreuen, denn andre, das Resultat ihrer Beobachtungen der Kritik des Publikums zu unterwerfen. Dies ist um so mehr nothwendig, wenn wir erwägen, wie leicht das Gemüth einer werthgehaltenen Theorie zugeneigt wird, und welche Wichtigkeit wir zuweilen mit Punkten verbinden, welche nicht von großem, wirklichem Werthe sind, oder welche nach fernerer Untersuchung einer verschiedenen Auslegung fähig sind.