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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 9-10 (1854) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
9-10 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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136 Der zuerst durch ältere Autoritäten geltend gemachte Grund ist der jüdische Gesichtscharakter, der unter den Afghanen beobachtet worden ist; -dies scheint, von allen Reisenden in diesem Lande 'zugestanden worden zu sein, und obgleich vr. Wolf auf seiner Resse durch Afghanistan nicht eine allgemeine jüdische Physiognomie unter dem Volke herausfinden konnte, so war er doch helroffen über die Aehnlichkeit, welche einige ihrer Stämme mit dem Juden hatten. Es ist nicht nothwendig, bei diesem Punkte zu verweilen; wir haben alle selbst gesehen; sei es in den Straßen von Peschawur, dem Gedränge um unsre Gerichtshöfe, den Dörfern auf den Ebenen, den abgetrenNten Weilern aus der Grenze, oder sei es in den Höhlen auf der Bergseite, wo wir nur immer einer Gruppe Afghanen begegneten, muß die Aehnlichkeit den sorglosesten Beobachter in Erstaunen setzen. Die nationale Ueberlieferung dieses Volks ist ein mehr bestrittener Punkt; es verlangt große Vorsicht, zu unterscheiden zwischen ihrer wahren nationalen Ueberlieferung und der, welche durch den Canal des Mohamedanismus zu ihnen mag gekommen seist. Wenn sie, wie angenommen wird, die Nachkommen Israels sind, können wir nach einem Zeitraum von 2500 Jahren, welcher in Wanderungen und Wechsel,verfloß, während dessen sie beides, ihre Religion und ihreSprache, verändert haben, nicht erwarten,.mehr als einen allgemeinen Eindruck in Beziehung auf ihre Vorfahren unter ihnen zu finden. Ich trage darum kein Bedenken, zu sagen, daß die Ueberlieferung „Ban-i-Jsrael" zu'sein, obwohl sie unter ihnen besteht, doch keineswegs allgemein ist. Es würde vielleicht schwierig sein, einen unwissenderen,und ungebildeteren Haufen zu finden, denn die große Masse des Volkes; obgleich nur eine Nation, so sind die Stämme dessenungeachtet durch natürliche Schranken, innerliche Fehden und widerstreitend^ Interessen so von einander getrennt, daß diese Abwesenheit einer weit verbreiteten Ueberlieferung nicht zu verwundern ist. Aber wie ich vorhin erklärte, obgleich sie nicht allgemein ist, ist sie doch gewöhnlich; sie ist mir nicht nur von den gelehrteren Herren in Peschawur, sondern von vielen, einem Dorfpriester, einem Ländeigenthümer und einem unwissenden Bauer mitgetheilt

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