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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 7-8 (1854) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
7-8 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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126 drückt/ weil er krank und schwach ist — der nicht mit einem Becher zu ihm kommt, vorgebend, daß er ein Labsal und einen Balsam enthalte, da er in der Wirklichkeit mit einem Gifttrank gestillt ist, wodurch sein Tod -beschleunigt wird, damit der Verrather seine Güter in Besitz nehmen könne, wenn er verschieden ist — gebt mir, sage ich, den ehrlichen mahomedanischen Arzt, daß er mich in meiner Krankheit besuche, er ist: mir lieber, als der heuchlerische Arzt, woher er nur immer kommen möge:, ob von Rom oder Petersburg, mit seinem vorgeblichen Liebestranke, während er in -der Wirklichkeit ein Gifttrank ist, in der Absicht dargereicht, mein Ende zu beschleunigen. Gott sei Dank, daß unsere Sache bisher gerecht gewesen ist, und ich glaube, daß Gott mit uns ist. : Aber wenn ich ein Wort der Warnung, ohne Jemanden beleidigen zu wollen, aussprechen darf, so möchte ich sagen, laßt uns Gott für. die Freundschaft mit Frankreich danken, aber laßt unsere Freundschaft nicht zu innig werden, laßt sie nicht zu vertraut sein. Wenn wir finden / daß Louis Napoleon ein ungeheures Bild der Jungfrau Maria der Flotte sendet, daß es in dem Flaggenschiffe des Admirals aufgehängt werde, und der römische Schiffsprediger es mit großem Pompe und Glanze einweiht, und wenn dieselben. Worte, von denen man sagt, daß sie Konstantin geoffenbaret worden sind, dieses Bild begleiten, die Worte: „in hoc «igno vinces“ (mit diesem Zeichen wirst du siegen), sollen wir' da nicht auf unsere Alliance mit großem Mißtrauen Hinblicken? Ich wünsche wohl, daß Güte und Vertrauen so weit gehen, als es sich mit der Weisheit und Klugheit verträgt; aber ich liebe nicht jede heiße und voreilige Freundschaft; sie dauert selten lange, , und ist oft das Vorspiel des heftigsten Zwiespalts:: Daher sage ich, laßt England vorsichtig und behutsam gehen. Wir gehen zwischen einem Sumpfe auf der einen Seite und einer Fallgrube auf der andern Seite; und die Kinder Gottes müssen ernst sein im Gebete, für das Land> für die Königin und für ihre Räche, daß sie von einer stärkern als menschlichen Macht auftecht erhalten,. und von einem andern, als menschlichen Auge auf dem finstern Und krummen Wege, -wie: er-jetzt vor ihnen liegt, geleitet werden. Ich glaube, wir können nicht ernst genug sein bei dem schauerlichen Charakter der Krisis, in die wir jetzt getreten sind, noch können wir Gott dankbar genug dafür sein, daß wir das Kriegsgeschrei nur von fern hören, während unser theureö Vaterland beschützt, und wir nicht mitten in der Nacht von

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