Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 7-8 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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125 länger mit ihnen streiten. Was wir wünsche», ist nicht, daß das Ehristenthum heidnisch werde, sondern, daß die Heiden Christen werden — nicht, daß das Christenthum jüdisch werde, sondern, daß die Juden Christen werden; und wenn wir entweder Juden oder Heiden zu Christen machen wollen, so müssen wir das Christenthum von allem Gemische mit dem Heidenthume auf der einen, und mit dem Judenthume auf der andern Seite rein erhalten; eS darf weder durch ftemde Mischung entstellt, noch durch krankhafte Freigeisterei verdunstet werden. Es ist nur eine Kraft Gottes zur Seligkeit so lange eS in der Einfachheit erhalten wird, in welcher Gott es uns gegeben hat, und die Juden stehen bis diesen Augenblick als ein höchst ernstes Zeichen da, das-die Kirche Englands und überhaupt die Protestantische Kirche warnt, das Christenthum in Kreuze, und Bilder, in Kunstschmuck, in alles das zu verwandeln, in das so Viele vernarrt sind, indem sie sich von dem Geiste Und der Kraft der Wahrheit hinweg zu der bloßen Schale wenden, die den Kern enthält; doch nein, sondern vielmehr zur Hülse, welche gar keinen Kem in sich hat. My Lord, ich fühle es, daß wir in gegenwärtiger Zeit mehr als je nöthig haben, für die Reinheit unseres Christenthums zu eifern, und wenn ich einen Ruf der Warnung für das Land erheben möchte in Bezug auf den Kampf, in welchem wir verwickelt find — einen Kampf, dessen Ausgang kein Mensch vorhersehen kann, meine Warnung würde die sein — nehmt euch in Acht, daß wir nicht in jesuitische Schlingen gezogen werden — nehmt euch in Acht, daß wir nicht in irgend einen Versuch, die Freiheit zu unterdrücken, verwickelt werden — nehmt euch in Acht, daß wir nicht genöthigt werden, Jrrthum oder verfälschte Wahrheit zu vertheidigen. Ich sage nicht, daß wir nicht durch die Vorsehung in diesen Kampf geführt worden sind — denn ich stimme von Grunde meines Herzens mit dem überein,, was Sie an höherem Orte gesagt haben, und worauf ich mich vorhin bezogen habe — ein moralischer, ehrlicher Türke ist mir lieber, als ein unmoralischer, unehrlicher, unverträglicher, tyrannischer Christ. Es ist nicht der Name des Christen, sondern die Beschaffenheit des Christenthums, die wir achten. Der Baum wird an seinen Früchten erkannt, und wenn der wilde Oelbaum in der Wüste bessere Früchte trägt, als der verderbte Baum des Nqmenchristenthums, so laßt ihm den Vorzug. Gebt mir den ehrlichen Mahomedaner, der nicht seines Nächsten Reich begehrt, noch seinen Nächsten unter-