Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 7-8 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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dem schauerlichen Einbrüche des verheerenden Feindes geweckt werden. O, was für ein bevorzugtes Land ist England. Ö, was für ein gesegnetes Land ist England! aber o, was für ein undankbares. Land ist auch England! Me sind wir .begnadigt, daß unsrem Heimath in Frieden ruht, daß unsere lieblichen Dörfer und unsere stillen Thäler nie durch Feuer und'Schwert verwüstet werden. O, daß ein Volk, so sichtbar geschont und erhöht, nicht treulos gegen das ihm vertraute Gut sein und Gott herausfordern möchte, es die furchtbare Wirklichkeit des Krieges fühlen zu lassen. Wir sind zu geneigt, dm Krieg aus der Ferne, in seinem Gepränge und in dem Umstande zu betrachten, daß er selbst zur nationalen Eitelkeit beiträgt. Laßt uns demüthig, wachsam, dankbar und treu sein. Laßt keine Verringerung der Einnahme dieser Gesellschaft, oder einer andern christlichen Anstalt in Folge höherer Abgaben eintreten. Bedenkt, was'ihr zu leiden haben könntet von dem Einfaye eines Heeres, das das Land verwüstet, und ihr werdet finden, daß ihr nicht nur genug habt, einen gerechten Krieg zu unterstützen, sondern auch genug, etwas für Gott und seine Sache zu sparen. Ich glaube, daß Israel in dem Kriege sehr betheiligt ist, — seine Interessen, Hoffnungen und Erwartungen. Ich bestimme keine Zeit, ich weissage nicht aus der Weissagung; aber ich kann mir nicht helfen, ich sehe die Zeichen, daß der majestätische Euphrat beinahe ausgetrocknet ist, und ich hoffe, daß seine endliche Zerstörung nicht durchs Schwert geschehen wird, sondern daß er vielmehr von dem Strome .-verschlungen werden wird, welcher die Stadt Gottes lustig macht; daß der Halbmond von dem Kreuze verschlungen werden wird. Ich kann auch nicht anders, als voraussehen, daß Israel in dem Vertrage, der beim Ende des Kampfes erfolgen muß, welches dieses Ende auch nur immer sein mag, bedacht werden muß; und ich glaube, daß ihre Rückkehr in einem großen Maße, und vielleicht in unbekehrtem Zustande nicht mehr weit entfernt sein kann. . Doch nach all diesem ist die Hauptsache der Pflicht die — der Punkt, den Gott besonders seinem Volke vor Augen stellt—: „Ihr, die ihr des Herrn gedenket, laßt bei euch kein Schweigen sein, und schweigt nicht von ihm, bis daß Jerusalem gefertiget und gesetzt werde zum Lobe auf Erden." — „Bis er Jerusalem setze,"ihre Hind er nicht zerstreue und sie mit den Völkern verschmelzen lasses dciß sie kein Volk mehr seien; sie nicht mit dem Verluste ihrer Nationalität strafe, wenn sie ihren Unglauben aufgeben; Jerusalem nicht von den Heiden zertreten und von dem Muselmann entweiht sein, lasse; nicht das Volk Gottes verlasse, das einzige Volk in der Welt, welches keine Heimäth und kein Land hat, das es sein eigen nennen kann! Nein, sondern Jerusalem „setze," ihre Mauem bald baue, ihren Tempel, als ihre wahre Herrlichkeit, im Namen Jesu von Nazareth, dem Könige der Juden, wiederherstelle, und