Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 7-8 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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wandert von Berseba bis Dan , vom Jordan bis ans Mittelmeer, und ich kann nicht sagen, daß dies wegen seiner malerischen Schönheit ist, obschon dieselbe groß ist, noch wegen seiner Fruchtbarkeit, weil diese sehr dürftig ist, und in dieser Hinsicht das Wort des Propheten seine volle Erfüllung gefunden hat. Warum ist es denn ein Gegenstand von so besonderem Interesse? Es ist gleichsam der große Mittelpunkt gewesen, von welchem sich die großen Ströme der Geschichte vom Anfänge an ergossen haben. Es ist der Schauplatz der wunderbarsten Thaten gewesen, auf welche Gemüth und Herz des Menschen stets gerichtet worden sind. Es ist nicht allein der Ort vom bleibenden Interesse,'weil daselbst die Stimme Gottes so nachdrücklich in der Sprache und im Ausdrucke einer neuen Dispensation gehört wurde, sondern weil in diesem Lande Gott, der bisher nur durch die Stimme der Weissagung bekannt war, nun im Fleische geoffenbaret ward. Daselbst wurde das große Geheimniß, nach welchem das menschliche Herz sich sehnte, als wie mit einem neuen und geheimnißvollen Instinkte, in. einer großen Wahrheit verkörpert, und lag als eine PZahrheit in der Krippe zu Bethlehem, und stand als eine Wahrheit vor dem Richterstuhle des Pilatus und litt als eine Wahrheit auf Golgatha. Es ist, weil Alles, was anregend, unterweisend und wichtig für den Menschen und sein gegenwärtiges und ewiges Heil gewesen ist, daselbst vollbracht wurde. Es ist, weil daselbst zuerst die Stimme eines lebendigen -Zeugnisses von den Lippen des auferstaiidenen Herrn vom Leben und Herrlichkeit floß, und dann von den glühenden Lippen der Männer, welche mit dem heiligen Geist und mit Feuer getauft waren, , welche in der schlichten Aufrichtigkeit und Verantwortlichkeit ihres Amtes auftraten, zu predigen unter den Menschen, „zuerst den Juden, und auch den Griechen?' Buße von Gott und Glauben an unfern Herrn Jesum Christum; weil daselbst das Evangelium in seiner ersten und ungeschminkten Einfachheit gleich heilenden Wassern floß; daß daselbst das Evangelium seine ersten Siege feierte im Angesichte alles dessen, was gehört werden konnte, in der Mitte alles dessen, was auf dem Wege des Hindernisses in dem verfinsterten Zustande der menschlichen Gemüther stehen konnte, oder des Vorurtheils, das aus einem