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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 5-6 (1854) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
5-6 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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lischen Vater." (Matth. M, 32 33 ) Und Paulus schreibt an die Römer (10, 9.10): „So du mit Deinem Munde bekennest Jesum, daß er der 'Here sei, und glaubest in Deinem Kerzen, daß ihn Gott von den Sodten auferwecket hat, so wirst Du selig. Denn so man vom Kerzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennet, so wird man selig." Würde also der Christ in der Schule nicht bekennen, so verleugnete er seinen Herrn und Meister, aber er würde auch von ihm verleugnet werden. Dasselbe muß von der Kirche gesagt werden, wenn sie gestattete, daß die Schule das Bekenntniß aufgebe; sie wäre ganz vom Glauben abgefallen. Es würde aber auch durch ein solches Aufgeben des Bekenntnisses das größte Aergerniß gegeben, nicht nur den Christen, sondern selbst jedem rechtschaffenen Juden, der da weiß, daß man feinen Glauben nicht verleugnen soll. Was aber das Christenthum von Aergerniß sagt, das können wir den Worten des Herrn -Jesu entnehmen, Matth. 18, 6. 7: „Wer aber ärgert dieser Geringsten Einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt, und er ersäuft wurde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Welt der Äergerniß halber! Es muß ja Äergerntß kommen, doch wehe dem Menschen; durch welchen Äergerniß kommt." Wer also an Christum glaubt, der kann und darf ihn auch, beim Verluste seiner Seligkeit, nicht verleugnen, sondern muß ihn bekennen , und wenn er deswegen auch sein Leben dahingeben müßte. Aber auch der Jude darf nicht verleugnen, er soll zeugen von Gott. Der Herr spricht zu seinem Volke: Ihr seid meine Zeugen. Jes. 43, 10 und 12. Kap. 44, 8. Glaubt er nun, daß er die Wahrheit habe, der Christ aber im Jrrthum sei, so wird er auch Zeugniß von feinem Glauben ablegen müssen; thut er es nicht, so verleugnet er seinen Glauben; erbekennet nicht Gott. Wie steht es nun aber mit dem Staate? Wird der Jude da emaneipirt, völlig emancipirt werden können? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir erst die Vorfrage thun: Kann ein Staat ohne Religion oder religionslos sein? Wir müssen diese 6*

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