Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 5-6 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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74 wenn er sich dahin ausspricht, daß es die Hauptaufgabe dieser Kalender zu sein scheint, „das Christenthum und die Schriften des Neuen Testaments in allen möglichen Formen mit Geiser zu besudeln", „den Stifter des Christenthums mit Schmach" und „den christlichen und somit auch den deutschen Namen mit Spott und Hohn zu überhäufen." Diese Aufsätze in genannten Kalendern aber sind gerade von einem der berühmtesten neuern Rabbiner, von vr. Geiger in Breslau, und die Kalender werden gewiß auch nur von sogenannten aufgeklärten Juden gelesen oder solchen, die es sein wollen. Aber nichts nur in diesen Kalendern finden sich solche Schmähungen gegen Christum und Christenthum, sondern auch anderweitig, namentlich in der „Allgemeinen Zeitung des Judenthums." Man lese nur, um von den vielen Beispielen nur eins herauszugreifen, was in Nr. 8 von diesem Jahre, Seite 17 und 18, über die Missionsschulen gesagt wird. Es wird dort aus einem Berichte über die Prüfung der Kinder in genannten Schulen, wie er sich in den „Neuesten Nachrichten aus dem Reiche Gottes" befindet, Folgendes mitgetheilt: „Bei keinem Gegenstände zeigen sie (die Kinder) einen so regen und freudigen Eifer, wie bei der Schriftwahrheit. Es bewegt mich innig und tief, die Kinder des Volkes, das unfern Herrn verworfen hat und verwirft, nicht nur in dem, was auf das gegenwärtige Leben Bezug hat, sondern auch und vornehmlich in dem Worte, das aus ihn hinweis't und von ihm zeugt, (also das Alte Testament) durch uns unterwiesen zu sehen, und ich suchte mir die Freude zu vergegenwärtigen, die wir einst empfinden werden, wenn wir von ihnen welche finden werden unter der Schaar, die ihre Kleiderhelle gemacht haben in dem Blute des Lammes; indem ich doch glaube, das in unfern Schulen ausgestreute Wort dürfe jene Verheißung auch auf sich beziehen, es soll thun, was dem Herrn gefällt, und soll ihm gelingen, dazu es von demselben gesandt ist. (Also wieder eine alttestamentliche Verheißung.) Und obwohl ich sehe, daß viele Kinder, zumal in etlichen unfern Schulen, schon erröthen, wenn sie merken, sie werden veranlaßt werden, den Namen unseres Heilandes auözusprechen, so wird dadurch doch jener mein Glaube nicht erschüttert; indem ich weiß, Seine Gnade werde auch in ihnen allen den Widerstand besiegen."