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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 5-6 (1854) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
5-6 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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darin gefallen, den christlichen und somit auch den deutschen Namen von modernen Rabbinen mit Spott und Hohn überhäuft zu sehen. Alle diejenigen aber aus dem Volke, die sich und die Ihrigen den Jammer ersparen wollen, daß das in ihnen lebende Christusbild in einem christlichen Staate von Juden beschmutzt wird: diese haben wir vor dem Ankauf dieses Kalenders warnen wollen. Ueberhaupt glauben wir, daß die innere Mission sowohl, als die Bibelverbreitungen nicht eher ihren Zweck ganz erreichen werden, bis daß die Regierungen der Volks-Literatur, besonders aber den vielfach verbreiteten Volkskalendern mehr Aufmerksamkeit, als bis jetzt, schenken werden. In den Kalendern wird Samen ausgestreut, der nicht Einzelne nur, sondern ganze Familien, Städte und Provinzen vergiftet. Ist völlige Emancipation möglich? Wie ungern wir auch diese Frage in diesem Blatte zur Sprache bringen, so ist sie doch von solcher Wichtigkeit, daß wir sie nicht füglich länger mehr von uns zurückweisen können. Die Juden drängen auf Emancipation und beanspruchen sie, nicht nur weil sie mit ihren christlichen Mitbürgern gleiche Lasten zu tragen haben, sondern auch weil sie ihnen an Bildung wenigstens gleich stehen, und man ihnen die Befähigung zur Verwaltung irgend eines Amtes nicht wohl werde absprechen können, ja sie fordern sie als einen Akt der Gerechtigkeit. Von vielen Christen wird sie gewünscht, von vielen wieder nicht; in den Kammern ist viel dafür und dagegen gesprochen, und ohne Zweifel ist sie auch »oirber Regierung reiflich erwogen worden. Nach unfern persönlichen und natürlichen Gefühlen müssen wir uns unbedingt für die Emancipation entscheiden. Denn wir erkennen vollkommen an, daß es unter den Juden keinesweges an tüchtigen und achtbaren Männern fehlt, welche ihren Platz in irgend einem Zweige der Wissenschaft eben so gut ausfüllen, und auch nicht weniger pünktlich und treu ein Amt verwalten würden, wie irgend ein

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