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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 5-6 (1854) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
5-6 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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67 feindlichen Tendenzen systematisch seit vier Jahren in Kalendern zu verbreiten. Wir würden aber über diese Aufsätze kein Wort verlieren, wenn sie nur das wollten, wofür sie sich ausgeben, nämlich „historische Studien." Aber daraus, daß sie in einem „deutschen Volkskalender" veröffentlicht und zum Theil auch im besonder» Abdruck herausgegeben werden, dürfte der Schluß gerechtfertigt sein, daß sie nur deswegen im historischen Gewände erscheinen, um theils die polemischen Tendenzen zu verhüllen, theils damit nicht der Verfasser für die Unhaltbarkeit dieser jüdischen Argumente gegen das Christenthum verantwortlich gemacht werden könne. Wir würden auf die gedachten Artikel auch dann nicht reflektirt haben, wenn die Kalender nur für Juden und nicht für das „deutsche Volk" berechnet gewesen wären; wir würden dann nur im Stillen unsere Glossen darüber gemacht haben, daß die Leutchen der sogenannten modernen jüdischen Wissenschaft und Theologie den Stifter des Christenthums, um sich gegen ihn zu behaupten, mit Schmach überhäufen müssen, während der Christ, je fester er an Christum glaubt, Mosen und die Propheten desto höher zu stellen pflegt*). Aber das Vorwort zum ersten Jahrgange, so wie der Titel des Kalenders und mehr noch die Art, in welcher derselbe gedruckt ist, beweisen es, daß er eben ein „deutscher Volkskalender" sein will. Deshalb empfehlen wir jene Aufsätze Denen zur Lektüre, welche eine Einsicht in die Weise gewinnen wollen, wie die emancipationssüchtigen Juden das christliche deutsche Volk und seine Heiligthümer zart zu respectiren Pflegen. Wir empfehlen sie ferner Denjenigen als eine besondere Stärkung, welche sich *) Sehr natürlich, weil Moses und die Propheten von Christo weissagen. Und wenn die Herren modernen Rabbiner nur an Moses und die Propheten glaubten, so würden sie auch an Christum glauben; aber leider glauben sie auch nicht an Moses und die Propheten. Daraus aber folgt, daß, wenn sie Christum mit Schmach überhäufen, sie zugleich dasselbe auch mit Moses und den Propheten thun. Denn wer Mosen und den Propheten nicht glaubt, der macht sie zu Lügnern, das ist aber kein Ruhm, sondern Schmach. Anmerk, der Redaction. 5*

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