Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 3-4 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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6S zu taufen, und da seine Fortschritte im lebendigen Christenthume, sein kindliches Vertrauen auf Christum mitten unter Spott, Verachtung und Verfolgung und das geistliche Sein seines Herzens und Gemüths untrügliche Beweise seines Glaubens und seiner Frömmigkeit sind, so habe ich seinen ernsten Bitten nachgegeben und werde ihn in einigen Tagen mit seinen beiden Kindern durch die heilige Taufe in die Kirche Christi aufnehmen. Der Sohn des Chacham in Smyrna zeigt auch täglich durch unzweideutige Beweise, daß die Ueberzeugung seines Glaubens fest auf dm ewigen Felsen gegründet ist. Die Juden bemühten sich neulich, ihn von seinem heiligen Vorsatze abzubringen, indem sie ihm Geld, eine reiche Frau und andere lockende und anziehende Gegenstände anboten. Zu ihrem Schreck aber sahen sie, daß die Religion, wenn sie wahr und echt ist, Ströme von Freude und Vergnügen darbietet, welche mit dem Reichthume von Welten nicht erkauft werden können; in Folge dessen haben sie an seinen Vater geschrieben, daß er ein unverbesserlicher Protestant sei. Das Bücherdepot gewährt fortwährend viel Gelegenheit zu Discusstonen und Unterhaltungen mit.Juden aus allen Theilen der Türkei. Früher war es nur zwei Mal wöchentlich offen; da ich aber nicht mehr an die Schule gefesselt bin, wird es täglich geöffnet (außer Sonnabend und Sonntag) und große Mengen Tractate und andere Schriften werden so in Umlauf gesetzt. Die Schule wird jetzt von dem Hülfslehrer gehalten; da er die wenig englischen und vier italienisch-jüdischen Kinder nicht unterrichten kann, so wurde ich genöthigt, sie zu entlassen; die polnischen und spanischen bleiben, und da ich allabendlich dem Lehrer eine Stunde Unterricht ertheile, so Hoffe ich, sie in dieser Weise fortsetzen zu können, bis bessere und genügendere Einrichtungen getroffen werden können. Diesem fügen wir. einen späteren Bericht des Herrn Predigers Stern über die Bekehrung und Taufe eines der im Vorhergehenden bereits erwähnten Israeliten bei, worin sich die Kraft des Evangeliums wieder so recht deutlich beweist. Herr Stern schreibt: Mitten unter den vielfachen Hindernissen, welche dem Laufe des Evangeliums unter den umnachteten, tief gesunkenen und bigotten ä