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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 3-4 (1854) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
3-4 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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52 für ihre Kinder zu errichten, was ich aber nur dann Hat, nachdem mir gesagt worden war, .daß ihre höhere Geistlichkeit sich geweigert hätte, dies zu thun; und um keinen Anstoß zu geben, erlaubte ich den Leuten, sich die Schullehrer aus den Gliedern ihrer Kirchen zu wählen. Ich zahlte die Ausgaben mit der Bedingung, daß von Religion nichts als die Bibel— die ganze Bibel gelehrt werden solle. Nun glaube ich, und bin der guten Zuversicht, daß jeder treue Diener Gottes mit mir glauben wird, daß wenn die Leiter dieser Kirchen vom Geiste Gottes beseelt gewesen wären, sie nicht umhin gekonnt haben würden, solche Unternehmungen, als das einzige Mittel zu unterstützen, neues Leben in die todten Glieder zu bringen. Sie thaten das Gegentheil. Sie schleuderten Bannflüche gegen die Schulen und über alle, welche die Bibel lasen, ja sie gingen so weit, daß sie dir türkische Obrigkeit ersuchten, die Bibeln zu verbrennen. Viele von den armen Leuten wurden mit Gelde bestraft und ins Gefängniß geworfen, wegen keines anderen Verbrechens, als, weil sie das Wort Gottes gelesen hatten. So standen die Sachen, als der Firman des.Sultans bekannt gemacht wurde, in dem er die protestantische Kirche anerkannte und ihr zugeftand, daß sie dieselben Rechte hätte in der Türkei zu bestehen, wie die anderen Kirchen alle, und den einzelnen Protestanten vollen Schutz verheißt gegen die Verfolgungen ihrer früheren kirchlichen Vorgesetzten, von welchen der Sultan um dieselbe Zeit in einem Briefe an den Patriarchen in Konstantinopel sagt, „daß sie sich täglich solcher Verbrechen schuldig machen, deren sich die niedrigste Menschenklasse schämen würde." Ist es daher befremdend, daß z. B. die armen Leute zu Nazareth den Vortheil eines-solchen Privilegiums, das ihnen durch die'göttliche Vorsehung gewährt ward, benutzten; daß sie ihren Kerker Und ihre Unterdrücker, die Verhinderer des Wortes Gottes verließen und sich als protestantische Gemeinden constituirten? Sie thaten dies ohne meinen Rath und meine Zustimmung; und wenn ich geirrt habe, so ist dies geschehen, indem ich zu viel menschliche Klugheit geübt habe dadurch, daß ich viele Glieder der griechischen Kirche überredete, so lange in der Gemeinschaft mit dieser Kirche zu bleiben, als ihnen dies ihr Gewissen gestatten würde.

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