Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 3-4 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Christen der verschiedenen Kirchen, deren in stüheren Briefen Erwähnung geschah, habe ich jetzt nicht viel zu sagen. Ihre Ausdehnung scheint zum Theil aus verschiedenen Ursachen gehemmt worden zu sein, wie z. B. in,diesem Jahre durch den Kriegslärm in der Ferne und die Fehden und Kämpfe der Partheien im Lande, wo der Stand der Dinge völlige Anarchie ist, durch die größere Thätigkeit der Hierarchie, das Forschen und das Licht zu unterdrücken, und vor Allem durch einige unruhige Köpfe, wie sie sich überall finden, welche Anfangs viel Lärm von ihrem Bekenntnisse des Protestantismus machten, nachher aber bewiesen, daß sie von jeder Art der schmutzigsten Beweggründe und der Heuchelei getrieben wurden. Bei einem von ihnen hat es sich herausgestcllt, daß er im Solde eines Klosters stand, in der Absicht, durch ein falsches Bekenntniß des Protestantismus auf das Werk der Evangelisation Schimpf und Schande zu bringen. Auf der anderen Seite nimmt das Werk eine entschiedenere Gestalt an und schlägt tiefere Wurzel. Ich muß hier wiederholen, was ich schon bei früheren Gelegenheiten gesagt habe, daß es niemals meine Absicht gewesen ist, aus anderen Kirchen für die unsrige Proselyten zu machen, am wenigsten aus der griechischen Kirche; aber wenn ich nicht nur die tödtlichen Jrrthümer dieser Kirchen, sondern auch die - gänzliche Unwissenheit fast aller ihrer Glieder sehe, die niedere Geistlichkeit der morgenländischen Kirchen mit eingeschloffen, und dann die allgemeine Sittenlosigkeit des gänzlich vernachläßigten Volkes, so würde ich mich für einen Verräther sowohl an der fchriftgemäßen Kirche Englands, als an Gott selbst haben betrachten müssen, wenn ich nicht gegen solche Gräuel protestirt hätte. Ueberdies glaubte ich, daß die am wenigsten anstößige Weise dagegen zu protestiren, und die am meisten gebilligte, wenigstens von Gott, die sei, das Wort Gottes durch die Länge und Breite dieses Landes zu verbreiten. Daher stellte ich Schrift-Vorleser an, welche die Bibel an verschiedene Orte bringen, sie allen denen, welche nach dem Worte des Lebens hungerten, anbieten und mit ihnen lesen sollten. Aber da nur wenige von dem Volke lesen können, so hielt ich es für meine Pflicht, insoweit meine Mittel reichten, und wenn ich darum von dem Volke ersucht wurde, Schulen 4.