Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 3-4 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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83 Ich bekenne, daß ich vom Anfänge an erwarte, daß alle diejenigen Glieder sowohl der griechischen, als auch der lateinischen Kirche, welche die Bibel lesen und glauben, und sich ihren Vorschriften unterwerfen würden, auch genöthigt sein würden, die Kirche, welche so sehr im Widerspruche mit dem reinen Worte Gottes steht, zu verlassen; aber meine Absicht, war es nicht. Es war und ist noch mein aufrichtiges Verlangen, ein geringes Werkzeug zu sein, die griechische Kirche von ihren Jrrthümern zu der Wahrheit des Evangeliums zurückzubringen; und wenn sie der Wahrheit widerstrebt, und ihre Glieder, welche zur Erkenntniß und Liebe derselben gelangen, sie verlassen, so ist es ihre eigene Schuld. Ich muß hier hinzufügen,, daß diejenigen, welche mich anklagen, Proselyten aus der griechischen Kirche zu machen und „schismatische Synagogen"'zu stiften, ganz und gar im Jrrthume sind. Diejenigen, welche entweder die griechische oder die römische Kirche verlassen,, thun es nach freiem Willen , ohne meinen Rath zu dem Zwecke, um der Verfolgung zu entgehen und Gott nach ihrem Gewissen zu dienen, indem sie mehr oder weniger von dem Worte Gottes erleuchtet sind. Sie bilden sich selbst, ohne irgend eine Aufsicht von meiner Seite, zu protestantischen Gemeinden, und erklären sich als solche vor den Behörden. So weit sind sie nun Protestanten und haben volle Freiheit, sich entweder mit unserer Kirche, oder den Presbyterianern, oder den Baptisten zu verbinden; aber wenn sie, nachdem sie sich auf gesetzmäßige Weise constituirt haben und von den Behörden als Protestanten anerkannt worden sind, mich bitten, sie unter meine Jurisdiction als Glieder unserer Kirche aufzunehmen, so glaube ich nicht, daß es mir frei steht, ihnen dies zu verweigern, ausgenommen auf Grund persönlicher Unwürdigkeit. Nachdem ich soviel gesagt habe, habe ich nur nöthig, noch einige Worte über jede Oertlichkeit, wo das Werk der Evangelisation im G ange ist, hinzuzufügen. Wir haben kleine protestantische Gemeinden in Jerusalem, Bethlehem und Jaffa. Diese drei Gemeinden stehen unter besonderer-Sorge des eifrigen Herrn Sandreczki, von der kirchlichen Missionsgesellschaft; mein Schriftvorleser Michael steht ihm zur Seite. Auch sind in Bethlehem und Jaffa Schulen, von