Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 3-4 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2554541-2554653-2554656--02029-2557887- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
48 sowohl selbst arbeiten, als auch die , welche Religionsunterricht empfangen und die Proselyten unterrichten unter der Aufsicht des Drechslermeisters Herrn Schick. Sie alle find deutsche und fromme Männer. Das Ganze steht fortwährend unter der Leitung, des Herrn Hershon, welcher alle Bedürfnisse besorgt und -die Abende damit zubringt, die Bewohner des Hauses zu unterrichten, deren Zahl gegenwärtig neun ist. Madame Hershon wurde genöthigt, ihrer Gesundheit wegen Jerusalem zu verlassen. Das sind die Anstalten der Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden und ausschließlich für die Juden, die Kirche ausgenommen. Außerdem besteht noch die Schule der Miß Cooper für Jüdinnen, die zum Theil auch von derselben Gesellschaft unterstützt wird. Miß Cooper unterrichtet und beschäftigt mit ihrer Hülfslehrerin die Jüdinnen in Handarbeit und giebt ihnen dafür eine Entschädigung. Obschon dies nicht ausschließlich und in direkter Weise ein Missionöwerk ist, so wird doch täglich den versammelten Frauen die Bibel vorgelesen, und diese Schule kann sich als nützlich bewähren, der direkteren Missionsarbeit den Weg zu bereiten. Die deutschen Diakonissinnen und ihrHospitalhaben stchwährend der letzten Zeit von Krankheiten als von großem Werthe bewiesen. Einige Monate hindurch haben zwei von ihnen fast ununterbrochen die Kranken unserer Gesellschaft in ihren eigenen Häusern gepflegt. Und da in dem Hospitale 'der Gemeinde nothwendiger Weise für Proselyten vieles Unbequeme sein muß, weil alle Wärter Juden sein müssen, so werden alle kranken und unverheiratheten Proselyten und Forscher in das deutsche Hospital ausgenommen und daselbst sorgfältig gepflegt, wo auch die christliche Liebe und Barmherzigkeit, womit sie behandelt werden, oft den besten Eindruck auf sie macht, vr. Macgowän besucht die Kranken und steht ihnen freundlich bei. Außerdem nehmen sich die Diakonissinnen einer Anzahl Waisenkinder an, sowie der Töchter von Proselyten und andern, welche sie mit der reinsten Liebe und Selbstverleugnüng pflegen und erziehen. .Sie schicken die Mädchen, welche alt genug sind, in meine englische Mädchenschule, da wir übereingekommen sind, daß die Töchter der