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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 3-4 (1854) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
3-4 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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dienst in der Schulstube, welcher in Gesang, Gebet und einer ein» fachen Erklärung des Wortes Gottes besteht.' Er wird^in der deutschen Sprache gehalten, welche fast alle verstehen, ausgenommen am ersten Mittwoch des Monats, wo eine Missionsversammlung stattfindet, die dann sowohl in englischer, als deutscher Sprache gehalten wird. Außer in diesen Gottesdiensten bemühen wir uns das Evangelium in die Herzen und Gewissen der Juden, der Eingebornen und der Proselyten zu bringen, so oft sich uns Gelegenheit dazu darbietet. Ueber das Hospital haben wir nur wenig zu sagen; es ist in diesem Jahre von großem Segen für Juden und Jüdinnen gewesen, das für die Armen wegen der Theurung der Lebensmittel, wegen des Mangels an Wasser und der daraus folgenden Vermehrung von Krankheiten und Seuchen, ein Jahr von mehr als gewönhnlicher Prüfung gewesm ist. Die Kranken haben jetzt die Mittel, das Wort Gottes sowohl des Alten als des Neuen Testamentes zu lesen und sich über religiöse Gegenstände mit Personen zu unterhalten, die im Stande sind, ihnen guten Rath zu geben; aber es wird keine direkte Proselytenmacherei versucht. Das Jndustriehaus ist im gedeihlichen Fortschritt begriffen gewesen, und es hat sich fortwährend als von großer Wichtigkeit bewährt, sowohl was die Mittel betrifft, den Charakter und die Beweggründe derer zu prüfen, welche Unterricht empfangen, als auch diejenigen, welche aller Wahrscheinlichkeit nach wirklich in unsere Kirche ausgenommen werden, ein Handwerk zu lehren, womit sie sich auf ehrliche Weise ihren Lebensunterhalt verdienen können. Ueberdies erhalten sie des Abends Unterricht, wodurch mehrere, außer einer größeren oder geringeren allgemeinen, schon eine recht gute Kenntniß im Lesen, Schreiben, Rechnen und in der Sprache erlangt haben. Bis vor Kurzem wurde in dem Hause nur das Drechsler-Handwerk gelehrt, und diejenigen, welche ein anderes Handwerk lernen wollten, wurden zu Schneider- und Schuhmachermeistern unserer Gemeinde in die Lehre gegeben. Neulich haben wir nun auch das Tischler-Handwerk eingeführt, womit hier viele Proselyten beschäftigt werden könnm. Wir haben zwei Meister angestellt, welche hier waren und welche

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