Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 3-4 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Proselyten, welche in unserer Kirche getauft sind, auch als Glieder der englischen Kirche erzogen werden. Diese Anstalt wird gänzlich von Deutschland auS unterstützt, außer einer Summe von 80 Pfund, die ich zahle in Betracht dessen, was die Diakonissinnen für unsere Proselyten und für die Glieder unserer Schule thun, und welches nur ein geringer Theil von dem ist, was sie in Betreff unserer Mission ausgeben. Mit der oben erwähnten deutschen Anstalt ist eine Predigerstelle verbunden, welche jetzt von dem Herrn Prediger Valentiner ausgefüllt ist. Er predigt alle 14 Tage in der Christus-Kirche für die Mitglieder der protestantischen Kirche Deutschlands, aber ich fteue mich sehr, daß beinahe alle Glieder unserer Kirche, welche Deutsch verstehen, mit Freuden diese Gelegenheit ergreifen, um in dieser Weise in ihrem allerheiligsten Glauben belehrt und erbaut zu werden. Ich betrachte es als eine Quelle großen Segens und als eine Ursache zur Dankbarkeit gegen unfern gemeinschaftlichen Herrn, daß, obschon wir zwei verschiedene Formen des Gottesdienstes haben, indem wir zwei verschiedenen Kirchen angehören, wir doch durchaus dieselbe Lehre haben und nur eine Gemeinde bilden. Viel dieses Segens! muß nächst Gott dem demüthigen, geistlich gesinnten und versöhnlichen Betragen des Herrn Valentiner zugeschrieben werden, so daß wir uns sehr zum Danke gegen Sr. Majestät dem Könige von Preußen verpflichtet fühlen, daß Höchstdieselben einen solchen College» für uns gewählt und gesandt haben. Die Diöcesan-Schule ist fortwährend in einem gedeihlichen Zustande gewesen, obschon sie mit mancherlei Nachtheilen zu kämpfen hat. Da die Zahl der Kinder bedeutend zugenommen hat, so benutzte ich meinen Besuch in England vergangenes Jahr, zwei Lehrerinnen anzuwerben, Miß Dickson und Miß Wibb, welche am Ende des Jahres mit mir zugleich hier ankamen, wo dann die Schule j in zwei Zweige getheilt würde, in die Knaben- und Mädchenschule, Iin verschiedenen Häusern. Die durchschnittliche Zahl der Knaben hat während dieses Jahres 60 betragen, und die der Mädchen 30. Mehr als 40 dieser Kinder stammen von jüdischen Eltern; zwei von; ihnen sind Moslems, und die übrigen gehören verschiedenen christ- Didre Emeth 1854. 4