Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 11-12 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Singen, Weltgeschichte, Erdbeschreibung, Naturgeschichte sind täglich 5 Stunden gewidmet; außerdem werden sie in freien Vorträgen geübt. Zur Erholung bestellen sie den Garten und die ganze Feldarbeit: Dazu tischlern-und zimmernschustern und schneidern sie. Sie haben alles neue Hausgeräth selbst verfertigt und auch ein kleines Nebengebäude selbst erbaut: - Mit besonderer Vorliebe wird das Singen betrieben. — . So herrscht ein frohes, frommes und fleißiges Treiben in dem Hause. Der Haushalt für alle Bewohner kostet jährlich noch nicht »oKe 1000 Rthl., was nur dadurch erklärlich, daß die Gemeinde die Anstalt als ihr zugehörig betrachtet und daher Brennholz, Torf, Vieh aller Art rc. aus freierLiebe darreicht. Im Anfänge 185? war das Missionshaus gänzlich schuldenfrei geworden, und das im Glauben unternommene Werk erfreute sich des Segens des treuen Herrn. Harms hatte nun aber auch ein bestimmtes Arbeitsfeld für seine Missionare ausersehen müssen, und der Herr hatte seine Blicke auf das Volk der Gallas gerichtet. „Dieses Volk kommt mir, sprach Harms? im Juni 185?- auf dem Missionsfeste, nach Allem, -was ich über dasselbe gelesen habe, nicht mehr aus dem Sinn; es muß ungefähr ein eben solches Volk für Afrika sein, als früher die Deutschen für Europa gewesen sind. Und daran knüpfe ich dieselben Hoffnungen. Als vor mehr als 1000 Jahren erstdie Deutschen bekehrt waren, da war auch bald ganz Europa bekehrt. So glaube ich, wenn erst die Gallas bekehrt sind, wird bald ganz Afrika bekehrt sein. Die Gallas werden nämlich fast eben so beschrieben, wie die alten Deutschen: stark und schön von Körper, kräftig an Geist, kriegerisch/' tapfer, räuberisch, die nach allen Seiten von Afrika erobernd Vordringen und allenthalben gefürchtet werden, nur noch ein Bischen wilder und roher, als einst die Deutschen waren, aber natürlich ebenso wie diese elende Götzendiener. Ich habe schon von vielen Seiten Nachrichten eingezogen." Junge Seeleute, .Handwerker, Landleute wollen als Kolonisten mitgehen, um so dem Heiland an der Heidenbekehrung zu dienen. — „Aber die Ueberfahrt! Da ist denn der Gchanke gekommen: Wir wollen ein Schiff, bauew, welches Missionare, und Kolonistenhinbringen und dann Wischen hier und dort fahren, auch die spätem Missionare und