Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 11-12 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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von ihnen nicht dazu geeignet waren, so konnten doch andere mit ihrem Wunsche nicht zurückgewiesen werden. Diese jungen Leute in andern Missionshäusern unterzubringen, schien zu kostbar, auch wollten sie ungern ihren Seelsorger verkästen, und sagten oft mit rührender Bitte zu ihm: „Können wir denn hier kein Missionshaus haben? wir wollen ja gern arbeiten, daß wir unsertt Unterhalt verdienen helfen." Der Herr schenkte ihnen ein Missionshaus. Es wurde ein Haus mit etwa 2V Morgen Ackerland für 4000 Rthl. Gold gekauft. Binnen 6 Monaten sollte die Summe bezahlt werden. Der Herr sorgte für das Geld. „Keinen Menschen, berichtete damals Harms, habe ich um einen Pfennig angesprochen, nur den Herrn gebeten und bei jedem Zahlungstermine war das nöthige Geld da, von Gemeindegliedern-unaufgefordert ohne Zins dargeliehen, Und ohne daß ein Pfandschein gefordert wurde." Harms bewog seinen Brüder, Kandidat der Theologie, als Hausvater in das neue Missionshaus zu kommen. Am 12.Oktbr. 1849zog Harms mit seinen 12 Zöglingen in die Kirche, segnete sie ein und führte sie darauf in das Missionshaus. Sein Bruder kam einige Wochen später: Von diesen 12 Zöglingen waren einige Landleute, andere Rademacher, Zimmekleüte, Tischler. Der leitende Grundsatz für das Leben und Lernen im Misstonshause ist: „der Herr soll darin regieren." Gesetzesind nicht ausgestellt worden; gute Sitten sollen mehr gelten, -als Gesetze. Kandidat Harms ist ein Vater der Zöglinge, diese seine Kinder. Der Tag beginnt und endet mit Gottesdienst. Ueber der Thür des Hauses steht ein Kreuz mit der Unterschrift: in ftov vinces: Das haben seine Bewohner auch erfahren. Einigkeit, Liebe und Vertrauen herrschen, die Sünde wird überwunden. Die Zöglinge fühlen sich auch durchaus im Zusammenhänge Mit der Gemeinde. Freiwillig nehmen sie Theil an den Katechisationen, und werden gefragt und antworten mit den andern jungen Leuten und Kindern/ Bei den Leichenbegängnissen folgen ihrer drei oder vier nach der Reihe. In den Freistunden besuchen sie die Kranken iss derGemeinde. An den Wochentagen wechselt geistige uNd leibliche Arbeit/ Dem Unterrichte in praktischer Erklärung des A. u. R. Test., in Kirchengcschichte, deutscher und englischer Sprache, Schreiben, Rechnen,