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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 9-10 (1853) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
9-10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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auch das Herz und Gemüth in.Bewegung setzen, wie sehr sie auch uns Freude und Leiden bereiten, so schwinden sie doch gar zu schnell sammt dem Leben, gleich dem flüchtigen und erschütternden Ton des Instruments; Alles vergeht und entschwindet, nur das Wort des Herrn bleibt ewiglich. Hat der Mensch nun in diesem Symbol des Tones, die Nichtigkeit irdischer Güter ganz begriffen, dann kann er sich bußfertig zu dem großen allgemeinen Versöhnungstag würdiglich vorbereiten, um so eine Versöhnung zu erflehen. Fassen wir nun das Gesagte in kurzen Worten zusammen, so werden in den dreien Festen, Ostern, Pfingsten und dem Fest des 1. des siebenten Monats d rei progressive Symbole bezeichnet. Mit der . Verbannung des Sauerteiges am Passahfest soll das einstige Verschwinden von Tod und Sünde durch den Messias bezeichnet werden. Israel soll jedes Zeichen und Symbol des Todes als Priestervolk aus seiner Mitte vernichten. In weiterem Sinne zeigt das P sin g stfest das Verhältniß des Heiligen und Sündhaften. Letzteres ist gleich der Sünde, nur negativer Art, es ist vergänglich, nichtig. Daher soll ihm auch keine Ruhe und keine Rast im Tempel des Herrn vergönnet sein. Waren nun also diese beiden Feste allgemeine Symbole, so soll das Fest des siebenten Monats, als Vorbereitungsfeier des Versöhnungsfestes, jedes einzelne Individuum von Israel durch die „Erinnerung des Trompetenschalles" an die Nichtigkeit und Vergänglichkeit aller irdischen Güter erinnern, um so zu einer wahrhaften Buße zu gelangen. Und so mögen nun zum Schluffe noch , die Richtigkeit unserer Deutung des Symbols des Tones beweisend, die Worte unsers großen Dichters, mit denen er sein „Lied von der Glocke" schließt, hier einen paffenden Platz finden: „Und wie der Klang im Ohr vergehet, 1 „Der mächtig tönend ihr entschallt, :; „So lehre sie, daß nichts bestehet, „Daß alles Irdische verhallt." Betrachten wir nun das Fest zw eiten s als Talmudisches und nennen es auch nach ihnen „das Neujahrsfest," so-fragen wir zu-

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