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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 9-10 (1853) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
9-10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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143 ligthum, und drittens: das gMze VE Da nm der Hohepriester und das Heiligthum selbst der Versöhnung bedürftig waren, so lehrte das Fest deutlich: „Nur Einer ist heilig, Jehyvah, der Heilige Israels, von Ihm Allein können und müssen alle übrigen geheiligt werden"^). Zu diesem einzigen und Hauptfeste war als Vorfeier und Vorbereitung das Fest am ersten des siebenten Monats, das sogenannte jetzige jüdische Neujahrsfest eingesetzt. So lange der Mensch in. den Sorgen und Mühen des irdischen Lebens vertieft ist, so lange ihn noch die materiellen Dinge beschäftigen, so lange er noch an ihnen klebt und ihre Nichtigkeit und Vergänglichkeit nicht einstehet, so umklammert er sie krampfhaft, setzt auf sie sein Vertrauen, und wendet so sein Herz von dem Heiligen, Ewigen und Unvergänglichen ab. Im 3 Buch Mos. 2$, 23 wird der Charakter dieses Festes als ein. prq!P, als ein Ruhetag, angegeben; aber bedeutungsvoll werden die Worte nj?nn >wA eim Ged ächtniß (Tag) des Trompetenschalles hinzugefügt. Selten haben zwei Worte dev heiligen Schrift so viele Mißdeutungen erfahren, als diese beiden Worte: nynn p-o?. Aber sicherlich bedeuten diese Worte nichts anderes, als daß man sich an dieser Sabbathseier des Festes prqp den Trompetenschall ins Gedächtniß nynn p-o: rufen soll. Mächtig wird das Gemüth durch einen plötzlichen Trompetenschall erschüttert, aufgeschrM und in Bewegung gesetzt. „Wird im die Posaune gestoßen in der Stadt, und das Volk sollte sich nicht erschrecken?"2) Und was war denn eigentlich der Grund dieser Erschütterung, der alle Gemüther so mächtig bewegte? Ein Ton, ein Schall. Wo ist er? Entschwunden und verklungen ist er; in das Reich des Nichts sind die Harmonien — die in ihrem Wesen, nach den Lehren der Alten — in drei Grund tönen bestehen, zuMckgekchrü So mögen nun die verrauschten harmonischen Töne den, Menschen bei genauerem Nachdenken die Ueberzeugupg verschaffen, daß alle indischen Güter, daß alle Freuden und Leiden des Lehens, nichts, Weidendes sind, wie sehr sie 1) Vgl, das Weitere Bär Symbolik II. pag, 674. 2) Amos 3, 6.

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