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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 9-10 (1853) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
9-10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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143 desangezeigt. Dieses Symbol sollte wie eine hoch himmelwärts ragende Pyramide über Zeit und Raum auf d en hindeuten, der da kommen soll, wenn die Zeit in Erfüllung gehen wird. Aber ein anderes Symbol war auch nöthig für die Gegenwart, ein Symbol, das ste umspannen und den wahren Werth aller Dinge lehren soll. — Wer den Text, worin unser Fest verzeichnet ist, genau liest, >) der wird sich selbst gestehen müssen, daß die ganze Art und Weise der Darstellung von der der anderen Feste abweicht. Die gleich hierauf folgende Verordnung in Betreff des Versöhnungstages, die mit dem Wörtchen: „Jedoch" (fs) beginnt, zeigt deutlich, daß die Vorschriften unseres Festes nur gleichsam eine Einleitung oder Vorfeier zu dem eigentlichen Versöhnungsfeste bilden: Eine weitläufige und genaue Beschreibung desselben findet sich, wie bei keinem ändern Feste 3 Mos. 16,1 —34, mit welchem 3 Mos. H3, 26—32 und 4Mos. 29, 7—11 zu vergleichen ist. Eine besondere Ruhe, das heißt eine Enthaltsamkeit von allen Geschäften und Verrichtungen des gewöhnlichen Lebens, wird an demselben befohlen durch den Ausdruck: pro» na» d. h. ein Sabbath der Sabbathe — eine vorzügliche, außorochentliche Ruhe. Es war dies-ein einziger Tag im Jahre, an dem ganz Israel einen Bußtag durch Sündenbekenntniß, durch Opfer feiern soll. Der Name dieses Festes drückt zugleich den Zweck aus; die Sühne ist der Hauptzweck desselben, und zwar, wie Bähr richtig bemerkt „im ausgedehntesten Sinne/ eine allgemeine, sich auf Alles erstreckende Sühne." „DieserCharakter kommt aber dem Versöhnungsfeste deßhalb zu, weil es vermöge der Identität der Begriffe Sühnen und Heiligen , wie Sühne — so auch eo ipso Heiligungsfest ist. In der Idee der Heiligkeit und Heiligung aber ist der Mittelpunkt des gesammten Mosaismus; ste ist dessen Herz- und Lebensprincip, die ihn zugleich von allen andern Religionen des Alterthums scharf unterscheidet." Drei Momente umfaßte aber diese Sühne. Erstens: die Pmesterschaft, das heißt den Hohenpriester und sein Haus; zweitens: das Heii) 3 Mos. 23, 23.

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