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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 9-10 (1853) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
9-10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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440 gebrochen, unwirksam und kraftlos. Israel sollte aber mit Allem , das in ihm war, dem Leben einzig und allein so angehören, daß die Fülle desselben auch Anderen zu Theil werden könnte, um so auf diese Art und Weise von dem Messias, der das Leben und das Licht der Menschen?) und das Brod des Lebens sein soll, ein großer Typus und "ein Schatten von,dem das zukünftig ist , (axtcc tag psA- Aovtav)*) zu werden. War nun dieses die große und allgemeine Idee, so dem Passah zu Grunde liegt, so möchte es um so ausfallender sein, daß gerade bei dem Pfingstopfer ausdrücklich gesäuertes Brod angeordnet werde. „Von euern Wohnsitzen sollt ihr bringen, nämlich zwei Brode zur Schwingung (otw na.wn arh) vom zehnten Semmelmehl gesäuert und gebacken zu Erstlingen dem Herrn.») Diese sonderbare einzig dastehende Verordnung kann nur aus einer tieferen Auffassung begriffen werden. Allerdings ist und bleibt das gesäuerte Brod, so wie der Sauerteig an und für sich ein Typus des Todes und der Sünde. Allein dieser Typus ist und bleibt auch ein Typus des ganzen Menschengeschlechts, dessen natürliche und leibliche Speise das gesäuerte Brod ist. Sünde und Tod bilden einen integrirenden Theil des Menschen, sie sind ihm nach dem Falle Adams wesentlich, und ein Mensch ohne Tod und ohne Sünde ist ebenso undenkbar, wie die Eristenz eines Menschen ohne Brod. Israel sollte aber erzogen werden durch das Gesetz, den Zuchtmeister bis auf Christum (xcudayayos bis xqustov), um es einst, wenn die Zeit in Erfüllung gehen werde, von allen seinen Sünden zu erlösen, wobei der Tod und dessen Stachel vernichtet und verbannt werden sollen. Doch sollte Israel schon früh auf die Unbeständigkeit des gegenwärtigen Zustandes vorbereitet werden. Es soll im Gesetze nur die Blumen zum Kranz, nicht aber den Kranz selbst erblicken lernen. Es soll einsehen lernen, daß Sünde und Tod keine wesentlichen und positiven Elemente an und für sich haben; sie sind nur Nega- 1) Joh. 1, 4. 6, 35. 2) Kol. 2, 17. ») 3 Mos. 23, 20.

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