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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 9-10 (1853) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
9-10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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mußte. Du sollst Nicht schlachten (und sprengen) bei dem Gesäuerten das Blut meines Opfers.») Die jüdische Mystik, >vie auch die der neutestamentlichen Schriststellek betrachten den Sauerteig als Symbol der Sünde, des Todes Und der Verwesung. Im Söhar* 2 *) heißt es: „der Götzendienst und die bösen Begierden heißen Sauerteig, denn wie der Sauerteig im Teige, so ist die böse Begierde iiü Menschen. Sie dtiNgen in das Innere des Menschen ein, MrbMiten sich ällmälig in ihm, so daß zuletzt der ganze Leib von ihnen afficirt wird." Auch anderweitig findet sich diese Ansicht mannigfach ausgesprochen, und ihr zufolge ist die durch Sauerteig beförderte Gähtüng das Agens, das die Verwesung, die Fäulniß, den Tod uvd die Zersetzung der Ursprünglichen Körper und Stoffe befördert und beschleunigt, und daher stehet er in unmittelbarem Rapport mt dem Satan, der Schlange, so die Sünde und deN Tod in die Welt gebracht hat und noch bringt. Deshalb ist alles Gesäuerte für das hohe Heilige bei den Opfern Und bei dem Genuß der Opferspeisen streng verboten.») Diese Ansicht war auch deüt Heidenthuin Nicht fremd. Plutarch4) berichtet, daß es den Priestern des Jupiter, so klume» dialis hießen, verboten war, Mehl und Sauerteig zu berühren. „Was nun den Sauerteig betrifft, äußert sich gedachter Schriftsteller, so entstehet et nicht allein selbst aus Verdirbniß, sondern theilt auch diese dem Teige mit, dem er beigemischt wird. Überhaupt scheint die Gährung eine Art der Fäulniß zu sein, und wem sie stark ist, so pflegt sie das Mehl ganz zu versäuren und zu verderben." Israel hatte nun die Bestimmung, ein priestetliches Missionsvölk zu werden, dessen Aufgabe es war, die Erkenntniß des lebendigen Gottes unter den Völkern zU verbreiten, damit das Reich Gottes durch den Messias später errichtet werden könne. Sie ») 2 Mos. 23, 18. 2) P. Trumah fol. 182. ») 3 Mos. 2. 11. 4) Quaest. hom. 106: farinain fermento imbutam altingere flamfei diali fas non est.

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