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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 9-10 (1853) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
9-10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Bedeutung s i e wohl dem in der Schrift erwähnten Feste geben werden, wenn cs eben nicht das Neujahrsfest ist. Mein Freund: Es kann der geehrten Gesellschaft wohl gleichgültig sein, ob wir Missionare sind oder nicht. Wir sind es! Unser Beruf erfordert die Wahrheit an Israel laut zu verkünden, und so möge der, so der Weg und die Wahrheit selbst ist, den Weg zeigen und uns vor Selbsterhebung und Pharisäischem Sauerteig bewahren, daß wir nicht uns, sondern seinen Namen zu, verherrlichen bemüht sein möchten. . Das Fest, so heute die Judenheit in der ganzen Welt, seit der Zerstörung des Tempels unter allen Völkern der Erde zerstreut, feiert, ist doppelter Art. Erstens ein biblisches, und zweitens? ein r a b b in i s ch e s. Ersteres hat seinen Grund im Worte Gottes, letzteres wird zwar in talmudischen Schriften vielfach gelehrt, eine Lehre aber, die im Heidenthum nur ihre Quelle hat. Die Bedeutung dieses Festes hat von jeher den jüdischen Eregeten große Schwierigkeiten dargeboten. In der Mitte des rabbinischen Judenthums erzogen, an den Brüsten des Talmuds genährt, war ihnen das Verständniß des einfachen Wortes Gottes unmöglich geworden, denn das Grab Mosis that sich immer unter ihren Füßen auf, und der Boden, auf dem sie festen Fuß fassen wollten , war der morsche und mit Todtengebeinen bedeckte Boden der Tradition! Aber nicht nur den jüdischen Eregeten, sondern auch den christlichen, die sich ernstlich mit dem Studium der heiligen Schrift befaßten, ging es nicht viel besser. Jndkffen läßt sich dieses Fest in seiner Absolutheit, das heißt losgeriffen von allen übrigen Hqnptfesten, in keiner Art richtig auffaffen. Nur im genauen Zusammenhang mit dem großen Chklus der übrigen Feste wird uns seine Idee und Bedeutung klar werden. Wir haben bei einer andern Gelegenheit, wo wir .dem Wesen und der Bedeutung des Passah eine besondere Aufmerksamkeit gewidmel haben, darzuthun gesucht, daß den Worten der Schrift zufolge, bevor das Paffahlamm geschlachtet wurde, aller Sauerteig und alles Gesäuerte aus dem Hause geschafft werden

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