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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 9-10 (1853) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
9-10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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W3 Schlußernte bezeichnet'). Aus diesen Bezeichnungen leuchtet die Ursache des Festes von selbst ein; nicht so bei einem Feste, dessen Ursache lediglich auf menschlichem Aberwitz beruht. Der Eand. Sollte denn in der That gar nichts von dem heute, so weit die Judenheit reicht, allgemein gefeierten Feste in der Schrift erwähnt sein? Die Bibel aufschlagend, hin und her blätternd, findet er endlich die Stelle 3 Mos. 23, 23. Mit großer Selbstzustiedenheit las er uns die angeführte Stelle vor, worüber Vater und Mutter, so wie die anwesenden Juden eine herzliche Freude empfanden. Mein Freund: Hier Hab'ich keine Sylbe von einem Neujahre, noch weniger von einem Feste desselben etwas vernommen. Schon der Anfang der von Ihnen verlesenen Stelle „am Ersten des siebenten Monats" smf? mto linro sollte sie doch belehren, daß der siebente Monat unmöglich ein Neujahrsfest sein kann. Außerdem heißt es im 2 B. Mos. e. 12 v. 2: Dieser Monat (Nisan, etwa unser März) soll euch der erste der Monate o'unn sein; er soll der erste iwk-i sein in den Monaten des Jahres.— Ein am Tische anwesender Rabbi, der bis jetzt sehr gespannt unser Gespräch verfolgte, fühlte die Verlegenheit des jungen Mannes, und sprach nun: „wenn es auch hier nicht so deutlich stehet, so möchte ich fragen , warum sollen denn die Juden kein Neujahrsfest feiern— da doch die Christen auch ein solches Fest begehen, sintemal alle christlichen Feste aus dem Judenthume stammen? Mein Freund: Oh die christlichen Feste wirklich von dem Judenthume ihren Ursprung herleiten — das ist eine andere Frage; eben so, warum die Juden kein Neujahrsfest feiern sollen; allein alle diese Dinge gehören nicht zu dem von mir beregten Gegenstand; ich behauptete nur einzig und allein, daß das in der Schrift bezeichnte Fest des ersten des siebenten Monats unmöglich ein Neujahrsfest bedeuten kann, noch darf, wenn man nicht die Worte des lebendigen Gottes menschlicher Willkühr Preis geben wolle. *) 2 Mos. 23, 16, 3 Mos. 16, 13.

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