Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 7-8 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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135 verhindert, auf seine Beute herabzuschießen. Beachtet, wie einer unserer Minister weise und-vorsichtig , (discreetly) und als ob er von einem geheimen Triebe Gottes geleitet würde, erklärt, daß England sich nicht in die Angelegenheit mischen dürfe, sondern sich ruhig verhalten und den Erfolg bewachen müsse. ,O, Gott sei Dank, daß England nicht zwischen Ihm und seine Weiffagung tritt. Ich hoffe, daß England allezeit Gott dienen wird dadurch, daß es sich auf die Weissagung stützt. Obgleich die Weiffagung nicht der Führer unserer Staatsmänner ist, so kann sie doch ein Fingerzeig für sie sein. Sie mag sie warnen vor versunkenen Felsen, wenn sie dieselben nicht auf ihrem Pfade durch den Ocean führen kann. Und wie merkwürdig ist die Thatsache, daß der Euphrat austrocknet und den Königendes Ostens den Weg zur Rückkehr bereitet. Seht, welche Freiheit haben jetzt die Juden in Jerusalem erlangt! Ich glaube, daß unser Volk den Fortschritt des Christenthums in einigen seiner Besitzungen mehr fürchtet, als die Schüler des falschen Propheten die Verbreitung des Christenthums in Jerusalem. Es ist eine höchst wunderbare Thatsache, daß in diesem Augenblicke in Jerusalem größere Religionsfteiheit ist, als fast in jedem anderen Lande der Welt. Wahrlich! das ist vom Herrn geschehen und ist wunderbar in unseren Augen. Aber dann sehet, wie nicht blos das Land für-das Volk bereitet wird, sondern auch das Volk für das Land. Ihr habt ohne Zweifel alle den Brief des Rabbi Elkali gelesen, welcher das jüdische Volk auf der ganzen Erde auffordert, den Weg zu seiner Rückkehr nach seinem Vaterlande anzubahnen. Zu diesem Zwecke fordert er auf, Repräsentanten nach London, als der Hauptstadt der Welt, zu senden, um sich daselbst im Gebete zu Gott um die Wiederherstellung seines Volkes zu vereinigen, und dann die nicht jüdischen Völker darum anzugehen, ihre Rückkehr zu erleichtern. Dieser Vorschlag ist, wie ich gehört habe, von dem Oberrabbi in London ausgenommen worden, und dieser beschäftigt sich diesen Augenblick mit dem Gedanken, an die europäischen Regierungen eine Bittschrift einzureichen um die Wiedereinsetzung des alten Volkes Gottes in sein eigenes Land. Nun vorausgesetzt, daß Rußland die Türkei Umstürzen sollte — aber daß die gerechte Eifersucht der übrigen europäischen Mächte es verhindern sollte, das