Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 7-8 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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124 Weise entdecken wird, wie die vergrabenen Ruinen von Babylon und Niniveh durch die allmächtige Hand Gottes ans Tageslicht gebracht werden. So glaube ich, werden die Grenzsteine und Grenzlinien in Judäa ans Tageslicht kommen, und dies ist auch in der That schon geschehen. Von den zurückgekehrten Israeliten ist ein großes Stück Land zur Bebauung in Angriff genommen worden, und nachdem sie den Sand von ein oder zwei Fuß Tiefe von der Oberfläche entfernt hatten, kamen sie auf einen fruchtbaren angeschwemmten Boden — sie entdeckten auch die alten Grenzsteine — die Steine, welche an den Ecken der Felder standen, und welche vielleicht da vergraben gelegen haben, seitdem Israel in die Gefangenschaft geführt wurde. Ss können nun die Felder ausfindig gemacht und im heiligen Lande gekauft und verkauft werden. Auch sind daselbst noch die alten Brunnen, welche nur auf die Regenschauer warten, damit sie wieder voll werden. Das Herz wird erfreut, wenn man daran denkt, daß der Hirte noch einmal seine Heerde auf den Bergen um Jerusalem her weiden wird. Ich war neulich in Leeds in der Gesellschaft einigerHerren; unter ihnen war ein Wollhändler, an welchen ein gegenwärtiger Prediger dieWorte richtete: Sind Sie bereit etwas ausgezeichnete Wolle zu kaufen?." „Ja," war die Antwort, „denn gegenwärtig wird kein Artikel mehr gesucht als Wolle." „Gut," sagte der Prediger, „einer meiner Cousins, welcher nach Judea gegangen ist, um daselbst den Ackerbau und die Viehzucht zu betreiben, hat an mich geschrieben und mich gebeten, daß ich mit den Wollhändlern zu Leed's den Verkauf von 4,000 Pfund Wolle abschließen möchte? „O!" lautete die Antwort des Wollhändlers, die Wolle wird mir höchst willkommen sein, und ich will für Wolle, welche auf dem Gebirge Jerusalems erzeugt wurde, den höchsten Preis zahlen, welcher auf dem Markte zu Leeds gefordert wird. Nun, Umstände gleich diesen zeigen nachdrücklich genug an, daß das Land für das Volk vorbereitet wird. Aber es ist noch mehr als dies. Merkt, wie sich in diesem Augenblick die Aufmerksamkeit von Europa auf die Türkei und die Angelegenheiten im Osten drängt und dahin richtet. Seht, wie das mächtige Reich des Czaren gleich einem Geier über dem sterbendem Ungeheuer umher schwebt. Er wird nur durch die Eifersucht der europäischen Völker