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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 7-8 (1853) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
7-8 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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zu ihrer Belehrung, so müssen wir ihnen die Erläuterungen zuvor selbst erklären; aber wenn wir diese Erläuterungen den Juden geben, so sind sie schon erklärt, und zwar sehr nachdrücklich, indem wir ihnen die Wahrheit 'zu Gemüthe führen. Unser hochwürdiger Bruder hat bereits beiläufig auf einige jener Vorbilder hingewiesen , aus denen die bildliche Sprache besteht. Wenn wir von einem Opfer, von einem Priester, von einem heiligen Orte reden, so bietet sich und dies als ein Wörterbuch — ein jüdisches Wörterbuch — dar, zur Predigt des Evangeliums von Christo. Nichts ist eindringlicher, nichts schlagender. Es bringt das Evangelium in einem Bilde, es stellt es in einem Gemälde vor das Gemüth, und wir schöpfen daraus Muth, hinzugehen und ihnen das wahre Opfer zu predigen, nicht ein Opfer, das gleich den ihrigen fortwährend wiederholt werden müßte, weil es niemals die Sünde wegnehmen konnte. Der Beweis davon ist, daß es wiederholt werden mußte, denn wenn es hätte die Sünde wegnehmen können, so hätte cs nicht mehr länger dargebracht werden dürfen. Es ist ein Haupt-Grundsatz in der Theologie, daß das Opfer, welches die Sünde wegnimmt, dieselbe für immer wegnimmt, es ist ein großer Beweis, daß ein Opfer, das wiederholt wird, ein nutzloses ist und nie, auch nicht durch unzählige Wiederholungen, vollbringenkann, was es nicht zum ersten Male vollbrachte. Wenn wir zu ihnen von einem Priester reden, so stellen wir ihnen im Vergleich zu ihren Priestern, welche starben und die einander vom Vater auf Sohn, und wieder vom Vater auf Sohn, von Geschlecht zu Geschlecht folgten, einen Priester dar, welcher niemals stirbt. Wir verweisen sie, diesen Priester betreffend, auf ihre eigene heilige Schrift. Wir können sie fragen: Wie kommt es, daß ein anderer Priester nicht nach der Ordnung Aarons aufstehen soll? Wenn das Priesterthum Aarons Alles vollenden konnte, was nöthig war, wozu dann ein anderer Priester, welcher nicht nach dieser-Ordnung, sondern nach der Ordnung des Königs der Gerechtigkeit sein soll, von welchem bezeugt wird, daß er ewiglich lebet. Und wenn wir von einem heiligen Orte reden, so können wir wiederum sagen: Wir meinen nicht ein Heiligthum mit Händen gemacht, welches nur ein Bild war des wahren, und in welches der Priester alle Jahre ein Mal einging,

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